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Putins junge Anhänger wollen am Wahltag in Moskau auf den Straßen unübersehbar sein (Foto: ld/.rufo)
Putins junge Anhänger wollen am Wahltag in Moskau auf den Straßen unübersehbar sein (Foto: ld/.rufo)
Mittwoch, 16.11.2011

Kreml-Jugend will am Wahltag in Moskau „patrouillieren“

Moskau. Die Kreml-treue Jugend-Organisation „Naschi“ will zu den Duma-Wahlen tausende Anhänger aus anderen Regionen nach Moskau holen. Sie sollen dort an den Wahlen teilnehmen – und „Provokationen“ verhindern.

„Wir erlauben es einzelnen Provokatoren nicht, die Unterstützung anzuzweifeln, die die Bevölkerung dem Einigen Russland zeigt“, begründete die Organisation in einer Mitteilung ihre Pläne, am 4. Dezember und den beiden folgenden Tagen Aktivisten in Moskau zusammenzuziehen.

Die Teilnehmer sollen aus ihren Heimatorten Wahlberechtigungsscheine mitbringen, um am Wahlsonntag auch selbst in Moskau abzustimmen. Details der Aktion sollen nächste Woche bekannt gegeben werden.

Am Wahltag selbst, wenn nach russischen Gesetz jegliche Wahlwerbung verboten ist, werden die Naschi-Aktivisten „kein Wort sagen, das als Agitation ausgelegt werden kann“, erklärte ein Vertreter der Organisation gegenüber der Internetzeitung fontanka.ru. Schon tags darauf wollen sie aber lautstark kundtun, für wen sie gestimmt hätten.

Demo-Plätze besetzen - für Liederzirkel


Möglicherweise werde die Organisation an allen beliebten Versammlungsplätzen Veranstaltungen anmelden, um auf diese Weise Kreml-Gegnern die Möglichkeit zu eigenen Kundgebungen zu nehmen – und dabei Lieder singen und Gedichte rezitieren.

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Die Kreml-Jugend habe auch nicht vor, sich auf Straßenkämpfe bei eventuellen Protest-Demonstrationen gegen das Wahlergebnis einzulassen. Man wolle in solchen Fällen nur die Polizei alarmieren, hieß es.

Wie aus dem in einem sozialen Netz veröffentlichten Aufruf einer Naschi-Aktivistin hervorgeht, soll der Massenaufmarsch vor allem verhindern, dass ausländische Medien eventuelle Proteste gegen das Wahlergebnis oder Fälschungsvorwürfe zum Anlass nehmen, „sich darüber aufzuregen, dass es in Russland keine Demokratie gibt und das blutrünstige Regime die Opposition unterdrückt“.

Wahlfälschungs-Versuch im "Informationskrieg"?


Im „Informationskrieg“ müsse man nun wie weiland 1941 die Rote Armee Moskau retten, so die Putin-Anhängerin. In ihrem Aufruf war von 30.000 Teilnehmern die Rede, ein Fünftel davon solle aus St. Petersburg anreisen.

Die Kreml-Jugend riskiert dabei allerdings, dass ihre eigene Aktion als Versuch einer Wahlbeeinflussung erscheint: Massenhaft Wähler in andere Regionen zu verfrachten, ist ein bewährter und beliebter Trick, um lokal Wahlergebnisse zu beeinflussen.

Die Putin-Partei „Einiges Russland“ sieht sich trotz ihrer vorherrschenden Rolle im Polit- und Mediensystem bei diesen Wahlen mit einer in der Bevölkerung weit verbreiteten ablehnenden Haltung konfrontiert. Demoskopische Umfragen sehen die Partei zwar "im schlechtesten Falle" bei 42 Prozent, doch die Stimmung unter politisch interessierten Menschen ist eine andere:

Umfrage unter Webzeitungslesern: Nur 4 Prozent für ER


Die kritische und unabhängige Petersburger Webzeitung Fontanka.ru präsentierte heute die Ergebnisse einer (nicht repräsentativen) aktuellen Umfrage unter ihren Lesern, an der die große Zahl von 7782 Personen teilnahmen: Favorit bei der Abstimmung war die Links-Partei „Gerechtes Russland“ mit 26,8 Prozent vor der kommunistischen KPRF mit 19,7 Prozent und der liberalen Partei Jabloko mit 13,9 Prozent. Für die Schirinowski-Partei LDPR stimmten 9,2 Prozent der Fontanka-Leser.

Für die vom scheidenden Präsident Dmitri Medwedew angeführte Liste des „Einigen Russlands“ wollten hingegen nur bescheidene 4,3 Prozent stimmen.



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jich 16.11.2011 - 17:06

Umfrage unter Webzeitungslesern: Nur 4 Prozent für ER

Na klar, das kann man auch in den Kommentaren auf der Website von Echo Moskwy oder auf jedem Youtube-Video, was in itrgendeiner Weise mit Putin zu tun hat, sehen. Die Opposition scheint eine Internetbrigade zu haben, in kürzester Zeit Artikel und Videos mit ihren geistreichen Kommentaren ala ´Putin ist schwul und ein Jude´, ´Raschka v perde´ usw infiltrieren. Es sagt so Einiges über den Intellekt der Oppositionsanhänger, aber auch ihr Durchschnittsalter aus...


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