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| Alexander Lukaschenko (foto: dja/rufo) | |
Donnerstag, 30.09.2004
Lukaschenko entdeckt westliches Komplott
St. Petersburg. Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hat die EU und die USA beschuldigt, gegen ihn Mordpläne zu hegen. Auf einer Sitzung des Sicherheitsrates warf er dem Westen vor, sein Land erpressen zu wollen. Lukaschenko reagierte damit auf ein Einreiseverbot für eine Reihe hochrangiger weissrussischer Beamter.
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Die EU und die USA haben vor kurzem wegen der nicht aufgeklärten Fälle des Verschwindens von Oppositionellen in Weißrussland gegen eine Reihe von damit in Verbindung gebrachten Staatsdienern Einreiseverbote verhängt – so wie auch der als demokratisch nicht legitimiert geltende Präsident selbst im westlichen Ausland persona non grata ist.
Der Bann trifft den Generalsaaatsanwalt Viktor Schejman, den Sportminister Juri Siwakow, den Innenminister Wladimir Naumow und den Polizeioffizier Dmitri Pawlitschenko.
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Lukaschenko stellte sich bei der Sitzung hinter seine Beamte. Und enthüllte dann, dass ihm der Westen ein unmoralisches Tauschgeschäft angeboten hätte. Wenn er als Präsident die belasteten Funktionäre entließe, würde der Westen die Augen vor den Wahlergebnissen und dem Referendum zur Verfassungsänderung verschließen, mit dem sich Lukaschenko eine dritte Amtszeit verschaffen möchte.
Doch dann ging Lukaschenko noch weiter: „Vor kurzem erhielt ich Informationen, dass sie (gemeint waren die EU und die USA) Maßnahmen bis hin zur gewaltsamen Vernichtung des Präsidenten planen“, sagte er. Und dann bat er seine Sicherheitsratsmitglieder dem Westen auszurichten, jener könne gleich mit diesem Punkt beginnen, da alles andere zwecklos sei: „Denn sie schaffen es nicht, mich zu brechen“, erklärte Lukaschenko heldenhaft.
(ld/.rufo)
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