Montag, 19.09.2011

Russische Opposition fordert US-Sanktionen gegen Kreml

Boris Nemzow lsst gerne die Muskeln spielen - aber politisch ist der Ex-Vizepremier inzwischen bedeutungslos (Foto: newsru)
Moskau. US-Sanktionen gegen Spitzenbeamte und Richter, die am Prozess gegen Michail Chodorkowski beteiligt waren, fordert eine Gruppe von russischen Oppositionellen in einem Offenen Brief an den US-Senat.
Der Brief an die US-Senatoren ist von Politikern unterschrieben, die sich selbst als liberal einstufen, wie Boris Nemzow, Wladimir Ryschkow, der Menschenrechtlerin Ludmilla Alexejewa und dem Regisseur Eldar Rjasanow.

In ihrem Brief beziehen die Bittsteller sich auf das Gesetzesprojekt 1039 des US-Senates, in dem russischen Staatsdienern und Richtern die Einreise in die USA sowie Blockierung ihrer Bankkonten angedroht wird, die mit dem Tod des Finanzberaters Sergej Magnitski (Hermitage Capital) zu tun haben.

In dem Offenen Brief wird nun gefordert, auch alle Beteiligten am Chodorkowski-Prozess und an den "Verfolgungen im Zusammenhang mit Yukos (Jukos)" auf die Schwarze Liste zu setzen.

Sollten die amerikanischen Gesetzgeber dieser Bitte stattgeben, mssten die US-Sanktionen sich theoretisch auch gegen Wladimir Putin und den russischen Prsidenten Dmitri Medwedew richten.