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| Ärger mit den Untertanen - Kirsan Iljumschinow (Foto: Djatschkow/.rufo) | |
Donnerstag, 11.12.2003
Schach dem Steppen-König Iljumschinow
Moskau. In der autoritär regierten südrussischen Teilrepublik Kalmückien wird nach mehrtägigen Massenprotesten eine Sonderkomission die Wahlergebnisse des vergangenen Sonntags überprüfen. Die Opposition hatte der kalmückischen Führung massive Fälschungen vorgeworfen. Für Kirsan Iljumschinow, den skurilen Steppen-Fürsten und Chef des Weltschach-Verbandes FIDE, war es das erste Mal während seiner zehnjährigen Herrschaft, dass direkt vor seinem Amtssitz aufgebrachte Bürger seinen Rücktritt forderten.
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Kalmückien wählte außer der Staatsduma am Sonntag auch ein neues Regionalparlament. Wegen der nirgendwo sonst in Russland angewandten 10-Prozent-Hürde schafften offiziellen Angaben zufolge nur zwei Parteien den Einzug in den „Volks-Chural“: Die Kreml-Partei „Einiges Russland“, der auch der von Korruptions-Skandalen umwitterte Iljumschinow angehört, sowie die russische KP. Auch bei den Wahlen des Direktmandats soll in Kalmückien kräftig gemogelt worden sein, erklärte Oppositionskandidat Valerij Otschirow, der den Wahlkreis nach offiziellen Angaben gegen den Duma-Veteran Gennadi Kulik verlor. Um den Polizeigeneral hatten sich sämtliche Anti-Iljumschinow-Kräfte der Republik gesammelt.
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Am Mittwochnachmittag drohte die Situation auf dem zentralen Platz der Hauptstadt Elista zu eskalieren. Sonderpolizei rückte an, um einen Sturm des Präsidentenpalastes zu verhindern. Hunderte weiterer Demonstranten wurden Oppositionsangaben zufolge bereits an Straßenposten am Stadtausgang daran gehindert, sich der Kundgebung anzuschließen. Erst nach Verhandlungen mit dem Putin-Generalgouverneur für Südrussland, Viktor Kasanzew, lösten die mehreren hundert Oppositionellen ihre Protestkundgebung am späten Mittwochabend auf.
(kp/.rufo)
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