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| Die neue Führung der Ukraine blickt nicht Richtung Moskau (Foto: www.newsru.com) | |
Samstag, 20.08.2005
Ukraine gibt Russland einen Korb
Moskau. Die russischen Pläne, auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion einen Gegenpol zur EU zu schaffen, sind offenbar gescheitert. Die Ukraine will aus dem „Gemeinsamen Wirtschaftsraum“ austreten.
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Sein Land werde das Viererbündnis, dem auch Weißrussland und Kasachstan angehören, im Laufe des kommenden Jahres verlassen, kündigte der ukrainische Wirtschaftsminister Sergej Terjochin an.
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Vorrang für die Regierung in Kiew habe die Entwicklung der bilateralen Beziehungen, sagte der Politiker bei einem Besuch in Moskau. Für sein Land, das vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse exportiere und russische Energierohstoffe einführe, sei eine Vereinheitlichung der Zolltarife mit Russland „wirtschaftliche unsinnig.“
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In einem Boot lieber mit der EU, als mit Russland
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Die neue Führung um Viktor Juschtschenko hatte nach dem Sieg der „orangenen Revolution“ Ende 2004 nie einen Hehl daraus gemacht, dass die Integration der Ukraine in die westlichen Bündnisse ihr vorrangiges Ziel ist. Noch im März hatte Juschtschenko Kremlchef Wladimir Putin bei dessen Kiew-Besuch jedoch zugesichert, die Ukraine werde auch weiter Mitglied des „Wirtschaftsraumes“ bleiben.
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Inzwischen setzte sich in der ukrainischen Führung aber offenbar der Standpunkt durch, dass es unmöglich ist, die Gesetzgebung der GUS-Republik gleichzeitig an die EU einerseits sowie an Russland, Weißrussland und Kasachstan andererseits anzupassen.
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Am Samstag dementierte die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko die Worte ihres Ministers teilweise. Terjochins Erklärung sei lediglich dessen Empfehlung an die ukrainische Führung. Die endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen, sagte sie in Kiew.
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(kp/.rufo)
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