Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Syrien-Einigung: Das dicke Ende kommt noch
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Premier Janukowitsch ist zwar einen schwierigen Koalitionspartner los, aber auch das bisherige Modell für eine lagerübergreifende Regierung (foto: korrespondent.net)
Premier Janukowitsch ist zwar einen schwierigen Koalitionspartner los, aber auch das bisherige Modell für eine lagerübergreifende Regierung (foto: korrespondent.net)
Donnerstag, 05.10.2006

Ukrainische Regierungskoalition erneut geplatzt

St. Petersburg. Nur zwei Monate nach ihrer schwierigen Gründung ist die Regierungskoalition in der Ukraine wieder zerbrochen. Der Präsidenten-nahe Block „Unsere Ukraine“ erklärte ihren Auszug aus der Regierung.

Parteichef Roman Bessmertny erklärte, seine Partei wolle in die Opposition zur Regierung unter Viktor Janukowitsch gehen und werde ihre sieben Minister aus der Regierung abberufen.

Statt Antikrisen-Koalition eine neue Krise


Bei Russland-Aktuell
• Ukraine hat keine Aussicht auf EU-Mitgliedschaft (14.09.2006)
• Keine Gas(t)geschenke für Janukowitsch in Sotschi? (16.08.2006)
• Orangenrevolution: Der Zopf ist ab (04.08.2006)
• Janukowitsch soll Premier der Ukraine werden (03.08.2006)
• Ukraine: Koalitionspoker am Runden Tisch (28.07.2006)
Dies geschah im Ergebnis einer gestrigen Verhandlungsrunde, bei der die Führer der Russland-orientierten „Partei der Regionen“ von Janukowitsch, die Sozialisten und die Kommunisten gemeinsam mit „Unserer Ukraine“ über die Schaffung einer breit angelegten „Antikrisen-Koalition“ beraten wollten.

Bessmertny begründete den Schritt damit, dass die Koalitionsvereinbarung von dem sogenannten „Universal“ abweiche, das vor zwei Monaten Grundlage für die Unterstützung Janukowitschs durch seine einstigen erbitterten Gegner war. Ein weiterer Grund sei die Tatsache, dass gegen einzelne Minister seiner Partei Ermittlungsverfahren eingeleitet worden seien.

Orange Kräfte auf der Oppositionsbank wieder vereint


„Unsere Ukraine“ wolle nun Präsidenten Viktor Juschtschenko, der zugleich Ehrenvorsitzender des Blocks ist, bitten, ihre Minister von ihren Ämtern zu entbinden. Laut Bessmertny werde seine Organisation nun Gespräche über eine Kooperation mit dem „ Julia Timoschenko-Block“ beginnen, der bislang die einzige Oppositionspartei war.

Damit wären die beiden politischen Hauptkräfte der siegreichen „orangen Revolution“ wieder auf einer Seite des politischen Ringes vereint – allerdings in der Opposition.

Janukowitsch kann weiter regieren – aber wie lange?


Die Regierung Janukowitsch kann sich theoretisch weiterhin auf eine Parlamentsmehrheit aus seiner eigenen „hellblauen“ Partei, den Sozialisten und den Kommunisten stützen.

Allerdings schließen Beobachter nicht aus, dass der Verlust des präsidententreuen und damit besonders wichtigen Koalitionspartners indirekt zu einem Sturz Janukowitschs oder einer Auflösung des Parlaments und Neuwahlen führt, falls einzelne Politiker in dieser Situation für sich neue Ambitionen entdecken. In jedem Fall werden die Karten im ukrainischen Polit-Dauerdrama wieder einmal neu gemischt.

(ld/.rufo)


Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Beachten Sie unbedingt die >>> Regeln für Leserkommentare. Sie können hier oder auch im Forum ( www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Donnerstag, 05.10.2006
Zurück zur Hauptseite








Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>


Schnell gefunden
Neues aus dem Kreml

Die Top-Themen
Kommentar
Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Moskau
Parken: Moskaus Lizenz zum Gelddrucken
Kopf der Woche
Moskauer Polizei jagt Baulöwen nach vier Morden
Kaliningrad
Pech für Kaliningrader Glücksspielbetreiber
Thema der Woche
Russland in Syrien: Imagekorrektur per Krieg gegen IS
St.Petersburg
Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.sotschi.ru
www.wladiwostok.ru, www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.zeit.ru






Warning: file_get_contents() [function.file-get-contents]: php_network_getaddresses: getaddrinfo failed: Name or service not known in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177

Warning: file_get_contents(http://nadoelo.cn/text.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: Success in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177