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Dienstag, 15.09.2009

Venezuela-Russland: Waffen und Geld für Anerkennung

Hugo Chavez ist Moskaus "teurer Freund" in Südamerika (Foto: ORT)
Moskau/Caracas. Russland liefert Venezuela Luftabwehrraketen und Panzer – und bezahlt sie erst einmal selbst. Außerdem hat sich das russische Ölbusiness für 1 Mrd. Dollar in ein venezolanisches Ölfeld eingekauft.
Nach und nach kommen die Vereinbarungen ans Licht, die letzte Woche Venezuelas extrovertierter Machthaber Hugo Chavez bei seinem Besuch in Moskau getroffen hat. Er erfreute den Kreml dabei mit der Erklärung, sein Land erkenne „mit heutiger Wirkung“ die Unabhängigkeit der von Russland protegierten Kaukasus-Kleinstaaten Abchasien und Südossetien an.

Panzer und Raketen im Austausch für Affront gegen Georgien


Wie sich jetzt zeigt, hat sich der umstrittene Caudillo für seine Sympathiebekundung für Russlands Kaukasus-Politik offenbar einige Gegenleistungen erhandelt, die Moskau nicht gerade billig kommen.

Wie Chavez bei seiner allsonntäglichen TV-Livesendung selbst darlegte, hat Russland Venezuela einen Kredit über 2,2 Mrd. Dollar eingeräumt. Für dieses Geld wird Caracas die russischen Luftabwehrsysteme S-300, Buk-M2 und Petschora bekommen. Sie sollen strategische Objekte wie Kraftwerke, Raffinerien, Militärstandorte und auch die Hauptstadt Caracas schützen – und zwar vorrangig vor einer möglichen US-Aggression, wie er durchblicken ließ.

Außerdem werde sein Land 92 Panzer vom Typ T-72 und einige T-90 erhalten, da die eigenen „schon 30 Jahre, und einige sogar 50 Jahre alt sind“.

Chavez - Moskaus teurer Freund


„Chavez hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass eine Freundschaft mit ihm ziemlich teuer kommt. Voraussichtlich wird dieser Waffenkredit irgendwann einmal abgeschrieben und irgendwelche Dividenden außer der Anerkennung (von Abchasien und Südossetien, d. Red.) kann Russland daraus nicht ziehen, so Wladimir Semago, der Vizevorsitzende des russisch-venezolanischen Handelsrates gegenüber der Zeitung „Kommersant“.

Russische Öl-Multis engagieren sich am Orinoco


Das russische Big Business profitiert allerdings auch von den Sonderbeziehungen zwischen Russland und seinem Vorzugs-Partner in Südamerika: Ein Konsortium aus den fünf führenden russischen Ölkonzernen durfte sich in ein Joint-Venture zur Ausbeutung des Ölfeldes Junin-6 am Orinoco einkaufen, dessen Ressourcen auf über 5 Mrd. Tonnen veranlagt werden. Allerdings gilt das dortige besonders zähflüssige Öl als „das schlechteste der Welt“ – es muss erst in aufwändigen Anlagen aufbereitet werden.

Milliarden-Investitionen stehen bevor


Auch für dieses Engagement müssen die Moskauer Multis Gazprom, Rosneft, Lukoil, Surgutneftegas und TNK-BP erst einmal kräftig zahlen: Eine Milliarde Dollar betrug der Einstandspreis – wobei die Chavez-Delegation zunächst 1,5 Mrd. gefordert hatte. Nach venezolanischem Gesetz beträgt der Anteil des Staatskonzerns PDVSA zudem mindestens 60 Prozent.

Laut Venezuelas Energieminister Rafael Ramirez kostet es die Junin-6-Teilhaber dann noch weitere 20 Mrd. Dollar an Investitionen, um den klebrigen Schatz im großen Stil fördern und aufbereiten zu können.

Stürzt Chavez, geht das Geld den Orinoco hinunter


Die Waffenlieferungen und Öl-Konzessionen am Orinoco sind zudem mit einem beträchtlichen politischen Risiko belastet: Sollte Chavez gestürzt werden, könnte ein neues Regime diese Vereinbarungen als nichtig erklären, warnt Semago. „Die russische Führung will nicht verstehen, dass die politische Situation in Venezuela äußerst instabil ist“, so der Experte.

Doch der Kreml setzt, wohl weil ihm sonst leidlich starke Verbündete (Nicaragua und Kuba sind schließlich vernachlässigbare Größen) in der amerikanischen Hemisphäre fehlen, voll auf den selbstherrlichen Machthaber Chavez.

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