Mittwoch, 04.08.2010

Fähren im Aufwind – Tallinn und Stockholm kommen dazu

Mit der Crown of Scandinavia soll es bald von Petersburg nach Stockholm gehen. (Foto: fontanka.ru)
St. Petersburg. Dem Fährverkehr zwischen Petersburg und den Ostseeanrainern steht eine Renaissance bevor. Ab April 2011 kommen Tallinn und Stockholm ins Programm, 2012 soll die Linie nach Kiel reanimiert werden.
Die Wiederaufnahme der Fährverbindung zwischen Petersburg und Helsinki ist ein voller Erfolg – der ursprüngliche Businessplan ist laut der Reederei St. Peter Line um 40 Prozent übererfüllt. Das macht Lust auf mehr – im nächsten April wird ein zweites Schiff in Dienst gestellt, das die Nördliche Hauptstadt Russlands mit Tallinn und Stockholm verlinkt.

Offensichtlich ernten die Betreiber der Fähre die ersten Früchte, nachdem im letzten Jahr die Visa-Pflicht für Fähr- und Kreuzfarttouristen, die nicht länger als 72 Stunden in Russland weilen, aufgehoben wurde.

Neue Fähre 20 Prozent größer


“In weniger als dreieinhalb Monaten haben wir mehr als 62.000 Passagiere befördert”, sagt Andrej Muschkarjow von Inflot Cruise & Ferry gegenüber dem Petersburger Stadtportal Fontanka.ru. Zurzeit pendelt die „Princess Maria“ zwei Mal pro Woche zwischen Petersburg und Helsinki.

Für die größere Tour, die mit Transit über Tallinn nach Stockholm führen soll, haben die Veranstalter die „Crown of Scandinavia“ im Visier, die im Moment für die dänische DFDS Seaways im Einsatz ist. Das 1994 vom Stapel gelaufene Schiff hat Platz für 1.940 Passagiere und 450 PKW und damit 20 Prozent mehr Kapazität als die „Princess Maria“.

Jeden Tag nach Helsinki und Reanimierung der Linie nach Kiel


Die Pläne der Reeder gehen aber noch weiter: St. Peter Line möchte in Perspektive ein zweites Schiff auf die Route Petersburg-Helsinki stellen, was eine tägliche Verbindung zwischen den beiden Ostsee-Metropolen schaffen würde.

2012 soll dann der Fährdienst nach Kiel aufgenommen werden. Der ruht seit 1996, nachdem fünf Jahre lang die „Anna Karenina“ die Route befahren hatte. St. Peter Line führt bereits Verhandlungen mit der deutschen Seite und ist auf der Suche nach einem passenden Fährschiff.