Mittwoch, 16.09.2015

Fußball-WM 2018: Visafrei und trotzdem sicher

Für Fußballfans wird kein Visaantrag fällig 2018. (Foto: Archiv/.rufo)
Moskau. Russland will ein guter Gastgeber bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 sein. Präsident Wladimir Putin hat allen Gästen visafreie Einreise versprochen. Nun wird an einem sicheren Einreisedokument gearbeitet.
„Die Eintrittskarte wird zweifellos Voraussetzung für die Grenzüberquerung sein, aber wir haben nicht das Recht, nicht zu wissen, wer genau mit diesem Ticket ankommt“, sagte die stellvertretende Sportministerin Natalja Parschikowa am Mittwoch. Deswegen arbeitet das zugleich auch für den Tourismus zuständige Sportministerium derzeit an einem Dokument, mit dem die ausländischen Fußballfans bei ihrer Einreise gleich registriert werden.

Analog zur Migrationskarte


Das Papier soll in etwa so aussehen wie die Migrationskarte, die auch jetzt schon alle Ausländer an der Grenze bekommen. Damit werden die Namen der Fußball-Touristen zumindest vom Computer erfasst. Das Ganze sei nötig, um die Sicherheit bei dem Mega-Event zu gewährleisten und den Migrationsfluss zu erfassen, sagte Parschikowa.

Volontäre, die bei der WM in verschiedenen Funktionen helfen sollen, brauchen allerdings zusätzlich ein Visum. Sie sollen allerdings unbürokratisch mit einem sogenannten humanitären Visum ausgestattet werden.

Russlands Weite auch bei der WM spürbar


Russland wird die WM in elf Städten und zwölf Stadien austragen. Westlichster Punkt ist die Ostsee-Exklave Kaliningrad, östlichster die Millionenstadt Jekaterinburg wenige Kilometer hinter der Kontinentalscheide zwischen Europa und Asien im Uralgebirge. Zwischen den beiden Punkten liegen rund 3000 Kilometer Luftlinie, in denen Fans auch abseits des Fußballs viel entdecken können.

Nach zuletzt zwei Siegen in der EM-Qualifikation – unter anderem gegen den direkten Konkurrenten Schweden – ist auch die Euphorie und Vorfreude der russischen Fußballfans wieder gestiegen. Die Teilnahme an der EM 2016 scheint nun gesichert und damit auch das Einspielen der Sbornaja auf das Heimturnier zwei Jahre später.