Montag, 20.03.2006

Russland mit Tourismus-Sonderzonen zu neuen Ufern

Der Baikalsee könnte zu einer Tourismus-Sonderzone werden. (Foto: Deeg/.rufo)
Moskau. Ein neues Gesetz über Tourismus-Sonderzonen soll den Tourismussektor in Russland modernisieren. Ein Duma-Sprecher erklärt, der Staat werde 2,8 Mio. Euro pro Quadratkilometer in die Infrastruktur investieren.
Das am Freitag in der Duma in erster Lesung beschlossene Gesetz über „Aufbau von Wirtschaftssonderzonen im Tourismus und Erholungsbereich“ soll auch die Entwicklung des gesamten Dienstleistungssektors in Russland stimulieren, der traditionell zurückgeblieben ist.

Während in den bereits bestehenden sechs Wirtschaftssonderzonen ein Investor mindestens 10 Millionen Dollar investieren muss, um in den Genuss von teilweise erheblichen Steuer- und Zollvergünstigungen zu kommen, soll es in den Tourismus-Sonderzonen keine derartigen Hürden geben.

Geplant seien drei bis vier Sonderzonen im Tourismus-Bereich, erklärt der Leiter der „Föderalen Behörde für die Verwaltung der Wirtschaftssonderzonen“, Juri Schdanow.

Wahrscheinlich werde es sich um die Gegenden am den Baikalsee, an der Schwarzmeerküste und eine oder zwei Regionen in Zentralrussland handeln. In Frage kämen die Gebiete Kaluga oder Woronesch. Städte vom „Goldenen Ring“ bewerben sich ebenfalls bereits.

Investitionen aus dem Staatssäckel in Höhe von 2,8 Millionen Euro pro Quadratkilometer seien notwendig, um die notwendige Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur aufzubauen. (mig/.rufo)