Montag, 13.01.2003

Rostow am Don – Tor zum Kaukasus

Wohnhaus in der Innenstadt von Rostow am Don. (Foto: sfedu.ru)
In der südlichsten Millionenstadt Russlands sind nicht mehr viele historische Baudenkmäler erhalten, nachdem die Stadt im Bürgerkrieg und dann im 2. Weltkrieg schwer zerstört wurde. Am großen Basar in der Innenstadt hat die Kathedrale alle Wirren überstanden – eine kleinere Kopie der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale.
Angenehm ist Rostow vor allem im Frühling: Wenn in Moskau noch Schnee auf den Straßen liegt, blühen in Rostow schon die Aprikosen. Die Stadt wurde vor 300 Jahren als Festung an der damaligen Grenze zum Osmanischen Reich gegründet.

Heute ist Rostow mit knapp über einer Million Einwohner ein großes Industrie- und Kulturzentrum. Hier befindet sich auch die Verwaltung des Generalgouvernements Südrussland. Die Rostower selbst pflegen ihre Stadt außerdem mit Istanbul zu vergleichen.
Nach einer – allerdings nicht unumstrittenen - Version verläuft die Grenze zwischen Europa und Asien direkt am Unterlauf des Don. Weswegen Rostow demnach eine kleine asiatische Vorstadt hat.

(rUFO/kp)