Montag, 10.02.2003

Hoher Norden – Eis, Schnee, Frost

Robbe (Foto: Gawrilow/rUFO)
Nordsibirien, der „Hohe Norden“ Russlands, ist kein Ort, der auf Touristen wartet. Das Klima ist lebensfeindlich. Die riesigen menschenleeren Weiten sind verkehrsmäßig nahezu völlig unerschlossen. Die einzige Eisenbahnlinie, die Gulag-Häftlinge der Tundra abgetrotzt hatten, ist wieder verfallen.
Einzige verlässliche Verkehrsmittel sind die Hubschrauber der Öl- und Gaskonzerne und die Motorschlitten der Ureinwohner. Die Militärs haben durchgesetzt, dass weite Teile Nordsibiriens auch heute noch Sperrgebiete sind.

Wer, aus welchem Grund auch immer, unbedingt in den Hohen Norden Russlands reisen will, muss eine solche Tour daher viele Monate im Voraus planen, um außer dem Visum auch die nötige Sondergenehmigung zu erhalten.
Die einzige Möglichkeit, relativ unkompliziert in die Region zu reisen, sind zurzeit einige Flusskreuzfahrten auf dem Jenissej und der Lena, die in den kurzen sibirischen Sommern angeboten werden.

(rUFO/kp)