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russland-aktuell: Warum erfolgte der Terroranschlag ausgerechnet jetzt? Steht er in Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im März?
Gontscharow: Die Präsidentschaftswahlen sind ein Grund. Zweitens wollen die Banditen mit diesem Anschlag beweisen, dass ihr Widerstand ungebrochen ist. Sie wollten zeigen, dass die jüngsten politischen Ereignisse in Tschetschenien – das erfolgreich durchgeführte Referendum und die Wahl Kadyrows zum Präsidenten – ihre Moral nicht gebrochen hat und sie weiterhin in der Lage sind, Terroranschläge, wo und wann immer sie wollen, zu verüben.
russland-aktuell: Darum erfolgte der Anschlag auch ausgerechnet in der Metro?
Gontscharow: Sie haben schon alles versucht. Sie haben Anschläge im Stadion verübt, Geiseln im Musical Nord-Ost genommen. Jetzt haben sie den Weg des Massenmordes weiter beschritten und dafür ist die Metro der ideale Ort. Dort gibt es garantiert eine große Anzahl an Opfern.
russland-aktuell: Ist dies eine Einzeltat oder der Auftakt zu einer neuen Terrorserie?
Gontscharow: Darüber will ich nicht spekulieren. Das Ereignis an sich ist schrecklich genug, aber sie wissen selbst, dass dies nicht die erste Tragödie dieser Art in Moskau ist. (Bei einem Terroranschlag gegenüber dem Kreml am 9.12. waren fünf Menschen ums Leben gekommen. - d. Red.)
russland-aktuell: Was folgt daraus? Kann der Staat die Sicherheit seiner Bürger nicht garantieren?
Gontscharow: Ja, das muss man leider zugeben. Russland oder seine Führung ist derzeit nicht in der Lage, seine Bürger vor Anschlägen zu schützen. Aber das geht nicht nur uns so. So reiche Staaten wie die USA mussten diese bittere Erfahrung leider ebenfalls machen. Terrorismus ist das Problem Nummer Eins in der Welt.
russland-aktuell: Auch Wladimir Putin sagte, dass nur gemeinsame Anstrengungen gegen den Terror hilfreich seien.
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