Donnerstag, 29.12.2005

Trend in Moskau: Striptease unterm Weihnachtsbaum

Weihnachtsfee einmal anders. Der Service zielt nicht auf die Kleinen ab. (Foto: gazeta.ru)
Moskau. Kurz vor Neujahr herrscht in Russland rege Nachfrage nach Weihnachtsmännern und Weihnachtsfeen. Vor allem die Weihnachtsfeen sollen dabei seit Neuem nicht nur Kinderwünsche befriedigen.
Die russische Form des Weihnachtsmanns heißt Djed Moros. Traditionell kommt dieser in Begleitung seiner Gehilfin Snegurotschka (Schneeflöckchen) zur Bescherung. Gerade vor dem Neujahrsfest, wenn in Russland die Kleinen beschenkt werden, herrscht rege Nachfrage nach professionellen Darstellern des märchenhaften Paares.

Über 10.000 Moskauer Familien bestellten sich per Agentur schon einen Weihnachtsmann. Diese können dann passend zu ihrem Auftritt - auch märchenhafte Honorare einstreichen. Kurz vor dem Jahreswechsel steigen die Preise in der russischen Hauptstadt auf umgerechnet über 200 Euro für eine Stippvisite.

Strippende Weihnachtsfeen für Erwachsene


Doch vor allem die Weihnachtsfee beflügelt nicht nur kindliche Phantasien. Seit einiger Zeit bieten daher einige Agenturen in Moskau auch Dienstleistungen an, die keineswegs jugendfrei sind.

Strippende Weihnachtsfeen und auch -männer sind der Renner der Saison. Sanatorien, Elite-Restaurants und Casinos bestellen diese wenig weihnachtlichen Auftritte.

Die Snegurotschkas können vor allem in der Neujahrsnacht gut verdienen. Die Tageszeitung Nowye Iswestija berichtet, dass für den Auftritt eines schmelzenden Schneeflöckchens zwischen 500 700 USD (400 600 Euro) fällig werden.

(ab/.rufo)