Montag, 22.11.2004

Väterchen Frost: Im Pferdeschlitten vom Nordpol

Väterchen Frost beim Hausbesuch (Foto: Djatschkow/.rufo)
In Russland besucht nicht das Christkind, der Nikolaus oder der Weihnachtsmann, sondern Väterchen Frost die Kinder im Winter. Darüber, wie „Djeduschka Moros“ eigentlich aussieht, gibt es unterschiedliche Meinungen. In sowjetischen Filmen hat er mal einen roten, mal einen blauen und mal ein weißen Mantel an. Unveränderlich bleibt nur sein weißer, langer Rauschebart.
Die russische Überlieferung weiß zu berichten, dass „Väterchen Frost“ ein weißes Hemd und eine weiße Hose, einen blauen oder roten langen Mantel mit weißen Bändern und weißem Pelzumschlag, eine zum Mantelfarben passende Mütze, weiße Fausthandschuhe, einen weiß-roten Gürtel, rote oder silbere Stiefel (oder schwarze Filzstiefel). Der Mantel und die Mütze sind normalerweise mit Stickereien geschmückt. Ein großer Eiszapfen dient Väterchen Frost als Wanderstab.

Anders als der Weihnachtsmann oder Santa Claus wird das russische Väterchen Frost stets von einem bildschönen „Schneemädchen“ begleitet. Die hübsche, stets in weiß gekleidete junge Dame heißt auf Russisch „Snegurotschka“ und ist vermutlich seine Enkelin. Mit dem Pferdeschlitten kommen die beiden mit vielen Geschenken direkt vom Nordpol, heißt es.

Zu viel Arbeit in der Neujahrsnacht

Oft leistet auch ein kleiner Junge, genannt „Neujahr“, den beiden bei ihrer Troika-Fahrt Gesellschaft. Er hat dieselbe Kleidung wie Väterchen Frost, auf der das kommende Jahr aufgezeichnet wird.

Wenn der russische Weihnachtsmann zu den Kindern kommt, stampft er zur Begrüßung mit seinem Eiszapfen fest auf den Boden. Die meisten Jungen und Mädchen bekommen ihn allerdings nicht zu sehen. Väterchen Frost hat ebenso wie der Weihnachtsmann viel zu viel Arbeit, und so kommt er meist erst in der Silvesternacht. Wenn die Kinder morgens aufstehen, finden sie ihre Geschenke unter dem festlich geschmückten Weihnachts-, bzw. Neujahrsbaum.

(adi/.rufo)