Biathlon am Boden - Doping im russischen Lager? (Foto: privetmir.ru)
Neuer Doping Skandal droht im russischen Biathlon-Sport
Moskau. Beim Biathlon Weltcupauftakt für die Saison 2008/09 im schwedischen Östersund sollen drei russische Biathlon-Athleten positiv auf das Dopingmittel EPO getestet worden sein. Das bestätigt die Internationale Biathlon-Union (IBU).
Aus rechtlichen Gründen nannte die IBU zehn Tage vor Beginn der Weltmeisterschaften im südkoreanischen Pyeongchang keine Namen, informierte aber den russischen Biathlon-Verband, das berichtet die russische Nachrichten-Agentur "Allsport". Es soll sich um zwei Frauen und einen Mann handeln.
Den betroffenen Athleten droht im Fall von Doping eine zweijährige Sperre. Sie haben sieben Tage Zeit, um die Öffnung der B-Probe zu veranlassen oder die positiven Ergebnisse der A-Probe anzuerkennen. Die Öffnung der B-Proben wird im Zeitraum vom 09. bis 12. Februar erwartet.
Der Vize Präsident der Russischen Biathlon Union Alexander Tichonow erklärte, man solle sich mit voreiligen Beschuldigungen zurückhalten. Er erinnerte an den Fall Tatjana Moissejewa vor einem Jahr, die von den Medien fälschlich des Dopings beschuldigt worden war.
Der Doping-Verantwortliche IBU-Vizepräsident Dr. James Carrabre kam damals zu dem Schluss, dass von Moissejewa die Substanz offensichtlich gegen Augenstörungen benutzt worden war.
Nach der aktuellen WADA-Liste (Liste der verbotenen Wirkstoffe und der verbotenen Methoden) ist therapeutischer Gebrauch jedoch nicht verboten.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)