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| Doping als Mittel zum Zweck, es zählt nur der Erfolg. (Foto: totalua.com) | |
Russland im Dopingschock – systematisches Doping ?
Moskau. Doping ist mittlerweile „Mittel zum Zweck“ geworden für Gewinninteressen, Machtkämpfe und Sensationsgier. Das ist ein internationales Erscheinungsbild und nicht nur für Russland spezifisch.
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Sponsoren geben Geld für den Sport um ihren Profit mit Hilfe sportlicher Akteure zu steigern. Denn der Sport ist nicht nur ein attraktives Werbemedium sondern auch ein interessanter Absatzmarkt für Konsumgüter. Die Sponsoren investieren dort, wo ihres Erachtens nach der größte Nutzen erzielt werden kann und dazu zählt nun mal auch der russische Sport-Markt. Russland ist für internationale Sponsoren ein sehr attraktiver Markt, hier sind hohe Renditen zu erwarten. Sport als internationale Präsentation politischer Interessen
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Auch die Politik subventioniert in jedem Land den Spitzensport, vor allem um Aufmerksamkeit für Politiker und deren Wahlinteressen zu erzeugen. Was eignet sich besser für die Herstellung eines „Wir-Gefühls“ und die Repräsentation des eigenen Landes im Ausland als sportliche Siege auf internationaler Bühne? Politiker versuchen durch die Nähe zum Sport Eingang in die öffentliche Meinung zu erlangen und durch die Nähe zum Sportpublikum die Gunst der Wähler zu gewinnen.
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Nie zuvor sind so viele hohe Politiker aus der ganzen Welt zu einer Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele angereist wie in Peking - mehr als 80 Staats- und Regierungschefs.
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Nur das Ergebnis zählt für Sponsoren und für Politik auf der ganzen Erde
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Politik und Wirtschaft in jedem Land auf unserem Planeten nutzen also die weltweite Bühne des Spitzensports, um sich sichtbar zu machen und sich ins rechte Licht zu rücken. Wirtschaft und Politik sind aber ebenso, wie das Publikum, uneinsichtig bezüglich ihrer Beteiligung und ihrer Rolle in der Dopingproblematik, sie zeigen eine Doppelmoral und konfrontieren Athleten und Sportverbände mit zahlreichen Beziehungsfallen.
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Politiker zeigen sich entrüstet, wenn Sportler des Dopings überführt werden, fordern ein härteres Durchgreifen der Verbände und beteiligen sich mit Steuergeldern an der Dopingbekämpfung - wobei sie diesbezüglich deutlich knauseriger als bei der Förderung und Belohnung von Spitzenleistungen sind. Bei ausbleibender Medaillenausbeute kürzen sie die Fördergelder für die weniger erfolgreichen Sportarten.
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Sponsoren wissen, dass nur ein als „sauber" erscheinender Sport langfristig ihre Werbe- und Absatzinteressen bedient und Einnahmen sichert. Sie schreiben deshalb Anti-Doping-Klauseln in ihre Athletenverträge, aber wechseln beim Versagen der von ihnen geförderten Athleten ebenfalls schnell zu erfolgreicheren Sportlern oder Mannschaften, die (noch) nicht des Dopings überführt worden sind. Und manchmal sogar auch nicht.
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Die Sportler werden in eine Abhängigkeit gezwungen
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Die wichtigsten Konsequenzen aus dem internationalen Beziehungsgeflecht zwischen Spitzensport, Publikum, Wirtschaft und Politik lassen sich wie folgt resümieren: Die Siegesorientierung im Sport ist von außen verstärkt worden, das Olympische Motto „Dabei sein ist alles“ zählt längst nichts mehr.
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Viele Gelder fließen in die Vereine und Landesverbände. Hauptamtliche Trainer finden eine Anstellung und werden vertraglich an die Erfolge ihrer Schützlinge gebunden. Aus Amateuren sind längst Vollzeit-Profis geworden die sich selbst in jenen Disziplinen mit ihrer Gesundheit hinzugeben haben, in denen wenig Geld fließt.
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So geraten die Sportler durch den immer weiter sich ausbreitenden Erfolgsdruck in eine Situation, in der sich die starke Nachfrage nach hochkarätigen Leistungen durch Publikum, Politik und Wirtschaft nicht mehr mit den begrenzten körperlichen und psychischen Möglichkeiten in Einklang bringen lässt. Dann wird nach Doping gegriffen.
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Das ist in Russland so, wie es auch in der ganzen Welt so ist - Doping ist kein spezifisches Erscheinungsbild nur für Russland, sondern ein internationales Problem was aus einem übersteigerten Erfolgsdruck heraus resultiert.
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