Moskau. Nach dem Doping-Befund des vor drei Monaten plötzlich gestorbenen Eishockey-Talents Alexej Tscherepanow hat die russische Profiliga KHL Konsequenzen gezogen - und vier Clubverantwortliche auf Lebenszeit gesperrt.
Als Begründung gab die Liga an, es seien im Blut des 19-Jährigen Tscherepanow nach dessen Tod Spuren von leistungssteigernden Mitteln nachgewiesen worden.
Wegen ihrer "Verwicklung in die Tragödie Tscherepanow" wurden bei dessen Club "Awangard Omsk" Präsident Konstantin Potapow, Generalmanager Anatoli Bardin sowie Mannschaftsarzt Sergej Belkin mit sofortiger Wirkung ihrer Ämter enthoben und für immer für die KHL gesperrt. Die gleiche Strafe gab es für Michail Denissow, den Direktor des Ligakonkurrenten "Witjas Tschechow".
Tscherepanow war am 13. Oktober im letzten Drittel der Partie seines Klubs gegen Witjas zusammengebrochen. Der Stürmer, 2007 vom NHL-Klub New York Rangers gekommen, wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.
Der "Sibirien-Express" galt als eines der größten russischen Eishockey-Talente der Gegenwart. Nach dem Obduktionsbefund hätte er aber wegen einer chronischen Herzmuskelentzündung gar nicht als Profisportler aktiv sein dürfen.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)