Freitag, 12.04.2013

Chelsea: Abramowitschs 90 Mio. Euro und ein Halbfinale

Roman Abramowitsch gibt jährlich 90 Mio. Euro für den Erfolg von Chelsea aus (Foto: Djatschkow/.rufo)
Moskau. Der FC Chelsea hat das Halbfinale der Europa-Liga trotz einer Niederlage gegen Rubin Kasan erreicht. Unterdessen wurde bekannt, dass Oligarch Roman Abramowitsch sein Hobby mit jährlich gut 90 Mio. Euro finanziert.
Nach Angaben der russischen Tageszeitung „Wedomosti“ machte die britische Fordstam Limited im vergangenen Jahr ein Minus von 78,9 Mio. Pfund Sterling (umgerechnet 91,6 Mio. Euro). Fordstam Limited ist die Investmentgesellschaft, mit der Roman Abramowitsch seinen Club Chelsea London verwaltet.

Eine Milliarde ins Hobby investiert


Damit musste der russische Oligarch einmal mehr tief in die Tasche greifen, um sein Hobby zu finanzieren. Insgesamt hat bereits mehr als eine Milliarde Euro über Fordstam Ltd. in Chelsea investiert (894,5 Mio. Pfund entsprechen 1,05 Mrd. Euro).

Das mit Stars wie Fernando Torres, Peter Cech, John Terry und Frank Lampard gespickte Chelsea selbst konnte dank der großzügigen Finanzhilfe seiner Muttergesellschaft die Vorgaben der UEFA zum „Financial Fairplay“ erfüllen. Die UEFA fordert, dass Vereine ihren Unterhalt selbst erwirtschaften. Laut Statistik hat Chelsea in der vergangenen Saison ein Plus von 1,4 Mio. Euro gemacht.

Großes Ziel Champions League Sieg erreicht


Für Abramowitsch dürften die Millionen-Ausgaben der vergangenen Saison zu verschmerzen sein. Immerhin konnte Chelsea im Mai mit einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Bayern München die Champions League gewinnen.

In diesem Jahr sind die Erfolge deutlich bescheidener. In der Champions League ist Chelsea bereits in der Gruppenphase gescheitert. Nun geht es in der Europa-Liga um den Trostpreis. Im Viertelfinale gegen den letzten russischen Vertreter Rubin Kasan taten sich die Chelsea-Stars schwer.

Chelsea verliert gegen Kasan und zittert sich weiter


In Moskau ging der Londoner Club zwar durch ein frühes Tor von Torres in Führung, doch den Tataren gelang nach großem Kampf noch die Wende im Spiel. Nach Toren von Marcano, Gökdeniz und Natcho führte Rubin nach 75 Minuten mit 3:2 (für die Gäste hatte zwischenzeitlich Moses getroffen). In der letzten Viertelstunde versuchte Rubin den Erfolg auszubauen, um eventuell doch noch eine Runde weiter zu ziehen.

Da Chelsea das Hinspiel in London mit 3:1 gewonnen hatte, wären allerdings zwei Tore nötig gewesen – am Ende eine zu hohe Bürde für Kasan. Chelsea zitterte sich damit trotz der Niederlage im Rückspiel ins Halbfinale. Somit ist quasi Abramowitsch zum letzten Vertreter Russlands auf der europäischen Fußballbühne avanciert.