Freitag, 05.04.2013

Europa-Cup: Abramowitschs Chelsea schlägt Rubin Kasan

Zweikampf zwischen Rubins Kapitän Scharonow und dem Doppeltorschützen von Chelsea Torres (Foto: TV)
London. Rubin Kasan, dem letzten russischen Vertreter in der Europa-Liga, droht das Aus. Bei Chelsea London gab es eine 1:3-Niederlage. Ein Maskenmann und der letztjährige Champions League Sieger waren am Ende zuviel.
Vielleicht war es die Angst vor dem großen Namen. „Die ersten zehn bis 15 Minuten waren wir von Chelsea ein bisschen eingeschüchtert“, räumte Kasans Trainer Kurban Berdyew nach der Niederlage ein. An der Stamford Bridge spielten die Russen zumindest sehr zaghaft und gaben die Initiative von Beginn an ab.

Maskenmann Torres erschreckt Rubin


Folgerichtig kam Chelsea gleich gut ins Spiel. Nach einem Warnschuss von Ramires in der elften Minute besorgte Weltmeister Fernando Torres nach einer guten Viertelstunde die Führung. David Luiz hatte den „Maskenmann“ (Torres trägt nach einem Nasenbeinbruch eine schwarze Gesichtsmaske) steil in den Strafraum geschickt, wo dieser erst Rubin-Kapitän Scharonow überspielte und dann im Fallen den Ball im Tor versenkte.

Nach gut einer halben Stunde der nächste Aufreger: Der zweite Spanier in Chelsea-Diensten Mata legte auf den Nigerianer Moses zurück und dieser schoss den Ball hart unter die Querlatte. Keine Chance für Torhüter Ryschikow.

Streit um Elfmeter


Doch die Tataren kamen noch einmal ins Spiel zurück. Eine Hereingabe von Ansaldi sprang Terry im Strafraum an die Hand. Schiedsrichter Gianlucca Rocchi aus Italien zeigte auf den Elfmeterpunkt. „Das war kein Elfmeter. Die Hand war angelegt. In den zwei Hundertstelsekunden konnte ich sie nicht wegziehen“, klagte Terry nach dem Spiel.

Natcho ließ sich von den Diskussionen nicht beirren. Geschickt verlud der israelische Nationalspieler Chelsea-Keeper Cech und verkürzte zum 2:1. Mit dem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.

Doppelpack für Torres


Nach dem Anpfiff machte Chelsea allerdings weiter Druck. Mata prüfte in der 49. Minute Ryschikow, doch der Torhüter von Rubin verhinderte mit einer guten Parade einen höheren Rückstand seines Teams. In der 70. Minute war er bei einer Kombination der Weltmeister Mata und Torres allerdings machtlos. Matas Flanke landete genau auf dem Kopf von Torres und dieser köpfte trotz Nasenbeinbruch wuchtig zum 3:1 Endstand ein. Kurz vor Schluss durfte bei Chelsea auch noch der Ex-Gladbacher Marko Marin aufs Feld laufen.

Rubin steht nach der deutlichen Niederlage beim Abramowitsch-Team bereits mit dem Rücken zur Wand. Beim Rückspiel in Moskau müssen die Kasaner mit mindestens zwei Toren Vorsprung gewinnen. Trainer Berdyew versprach daher eine andere Aufstellung und ein deutlich offensiveres Auftreten seines Teams.