Donnerstag, 12.09.2013

Petersburg bewirbt sich um Fußball-Europameisterschaft

Auf solche Bilder und Stimmung hofft Russland bei der Fußball-WM 2018 und der EM 2020 (Foto: TV)
St. Petersburg. Nach der Fußball-WM 2018 auch die Europameisterschaft im Jahr 2020 ? Der russische Fußballverband zumindest rechnet sich Chancen auf die Mitausrichtung aus. Petersburg wird als Bewerber ins Rennen geschickt.
Die UEFA reformiert derzeit die europäischen Titelkämpfe. 2020 – zum 60. Jubiläum der Europameisterschaft – wird sie erstmals nicht mehr auf ein oder zwei Gastgeberländer beschränkt sein, sondern in 13 verschiedenen Ländern gespielt. Jedes Land kann sich mit einer Stadt bewerben.

Nahe an Europas Hauptstädten dran


Russland hat sich nun auf St. Petersburg als Kandidaten festgelegt. Die Sowjetunion sei Sieger des ersten Turniers geworden und „Russland beansprucht völlig zu Recht, dass einige Spiele des Jubiläumsturniers in unserem Land stattfinden“, erklärte Sportminister Witali Mutko. St. Petersburg sei die beste Kandidatur, weil sie sich nicht weit von der Mehrheit der europäischen Hauptstädte befinde, ein erstklassiges Stadion und einen modernen Flughafen habe, fügte er hinzu.

Ursprünglich hatte UEFA-Präsident Michel Platini nur Hauptstädte als Austragungsorte vorgesehen. Inzwischen wurde der Plan modifiziert und es können sich auch andere Millionenstädte bewerben, wenn ihre Stadien und Infrastruktur den Anforderungen entsprechen.

Milliarden-Ausgaben zur Fußball-WM


Die Newa-Metropole ist bereits bei der WM 2018 eine der Spielstätten. Bis 2015 soll ein 68.000 Zuschauer fassendes neues Stadion errichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf schätzungsweise 34 Millarden Rubel (850 Mio. Euro). Insgesamt lässt sich Russland die WM sogar zwischen 40 und 50 Milliarden Euro kosten.

Die Anforderungen der UEFA sind mit dem Stadion auf jeden Fall erfüllt. Große Investitionen sind dafür nicht mehr nötig – bei der derzeit angespannten Haushaltslage in Russland wohl auch nicht möglich. Bei der EM 2020 bewirbt sich St. Peterburg um die Austragung von drei Gruppenspielen und einem Viertelfinale.