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Der Airbus 380 ist eine der neuesten Entwicklungen des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (Foto: EADS).
Der Airbus 380 ist eine der neuesten Entwicklungen des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (Foto: EADS).
Freitag, 23.03.2007

Airbus produziert A-350 zum Teil in Russland

Moskau. Das russische Unternehmen „Vereinigte Flugzeugbau Korporation“ (OAK) wird Teile des neuen Airbus 350 in Russland produzieren. Außerdem übernimmt es Anteile am deutsch-russischen Konstruktionszentrum ECAR.

Gestern unterschrieben der Präsident des Unternehmens „Vereinigte Flugzeugbau Korporation“, OAK, Alexej Fjodorow und der Chief Operating Officer von Airbus Fabrice Brégier mehrere Vereinbarungen über ihre Zusammenarbeit. Danach wird OAK Teile für die Rümpfe des A-350 fertigen. Laut russischen Medien beteiligt sich OAK bereits an der Produktion von 22 A-350 Maschinen, die die russische Fluggesellschaft Aeroflot bei EADS in Auftrag gegeben hat.

Einfache Zuarbeiten


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• Verlegt Airbus Produktion nach Russland? (02.03.2007)
• Aeroflot entscheidet sich für Airbus und gegen Boeing (22.02.2007)
• Absturzopfer von Irkutsk klagen gegen Airbus (30.11.2006)
• Airbus-Crash: Offiziell grober Pilotenfehler (23.11.2006)
• Luftfahrt: Transaero kauft Airbus statt Boeing (22.09.2006)
Russische Medien zeigen sich enttäuscht über den geringen Gesamtumfang der Aufträge für russische Unternehmen. Das Volumen liegt bei gerade einmal fünf Prozent des Programms für die Produktion der A-350-Rümpfe. Zudem seien noch keine Vereinbarungen über einen möglichen Ausbau der russischen Beteiligung geschlossen worden.

In der gemeinsamen offiziellen Presseerklärung von Airbus und OAK heißt es, derzeit würde in Verhandlungen festgelegt, welche Airbus-Teile in Russland produziert werden. Die russischen Medien gehen davon aus, dass zunächst lediglich Teile mit geringen technischen Anforderungen in Russland produziert werden könnten.

Konversionszentren in Dresden und Luchowizy


Für aussichtsreicher wird die mögliche Zusammenarbeit bei der Produktion von Transportflugzeugen eingeschätzt. OAK und Airbus unterzeichneten gestern ein Abkommen über die Gründung eines in Dresden angesiedelten Joint Ventures. Das Unternehmen soll die Konversion von ausgedienten A-320-Passagierflugzeugen zu Lastflugzeugen zur Aufgabe haben. Produktionsstandorte werden voraussichtlich Dresden und Luchowizy bei Moskau.

Airbus drängt offenbar verstärkt in die Nische der Transportflugzeuge. Russland ist dort ebenfalls aktiv. Gemeinsam mit Indien entwickelt das Land derzeit das 18-Tonnen-Lastflugzeug MTA.

Zudem wurde bekannt, dass die russische Luft- und Raumfahrt-Holding „Kaskol“ ihren Aktien-Anteil in Höhe von 49 Prozent an dem deutsch-russischen Konstruktionszentrum ECAR voraussichtlich an OAK abtreten wird. Über die Kaufsumme ist noch nichts bekannt. EADS ist mit den Änderungen in der Eignerstruktur einverstanden. (cj/.rufo/Moskau)


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