Dienstag, 09.11.2010

Mit 400 km/h per Bahn von Moskau nach St.Petersburg

Ein Sapsan-ICE hält bei einer technischen Erprobung ausnahmsweise an einem Provinzbahnhof (Foto: Mrozek/.rufo)
Moskau/Madrid. Russlands erste Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke soll Moskau und St.Petersburg verbinden. Bei einer Geschwindigkeit von 400 km/h wird die Strecke im Laufe von nur 2:30 Stunden bewältigt. Es sollen täglich 42 Züge eingesetzt werden.
Pro Jahr sollen so zwischen Moskau und St.Petersburg über 14 Millionen Passagiere befördert werden, das ist zumindest das von der Aktiengesellschaft "OAO Skorostnyje Magistrali" (Hochgeschwindigkeitsstrecken) geplante Passagieraufkommen. Die Baukosten sollen eine Billion Rubel, also etwa 23 Milliarden Euro betragen.

Die Strecke wird erstmals als reine Hochgeschwindigkeitsstrecke zusätzlich zu den bereits besthenden Gleisen gebaut. Die jetzt verkehrenden Sapsan-ICEs müssen sich noch die unter Zar Nikolai I. gebaute alte Bahnstrecke mit anderen Personen-, Güter- und Nahverkehrszügen teilen.

Der Streckenbau soll international ausgeschrieben werden. Bis Ende 2010 will die RZD-Tochter "OAO Skorostnyje Magistrali" die Projektierung beenden und dann im ersten Halbjahr 2011 international präsentieren.

Damit wird das russisch-französische Projekt einer Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau-Twer-Nowgorod-Petersburg wiederbelebt, das ab 1991 bereits vorbereitet worden war.

Das neue Projekt wird auf der internationalen Fachkonferenz High Speed Rail World in Madrid heute vorgestellt, heisst es auf der Internetseite der RZD.

Gegenwärtig werden von der RZD bereits die Strecken von Petersburg nach Moskau und Nischni-Nowgorod mit modifizierten ICE-Zügen Sapsan betrieben, die von Siemens geliefert und gewartet werden.