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Freitag, 25.01.2002
Ratte überfrisst sich an MOSKAU.ru-Kabeln
Moskau (rUFO/abc). Als das Redaktionsauto heute morgen nicht starten wollte, machte unser Mitarbeiter Alexej Kasymow mit einer geübten Bewegung die Motorhaube auf – und erstarrte vor Entsetzen. Von den fünf neuen Zündkabel, die Kasymow für 80 US-Dollar erst vor kurzem gekauft hatte, waren nur noch kurze Stummel übrig. Neben dem linken Rad lag in der Pfütze eine tote fette Ratte. Ob die Ratte an einem Stromschlag starb oder sich einfach nur überfressen hatte, konnte nicht mehr festgestellt werden.
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Dabei befindet sich die MOSKAU.ru-Redaktion weder auf dem Land noch in einer von diesen Gegenden, wo man sich abends nicht aufhalten sollte. Im Gegenteil: Wir sitzen in einem Haus, das dem Außenministerium gehört und in dem jede Menge ausländische Geschäftsleute und Diplomaten wohnen und arbeiten.
Aber auch in dieser noblen Gegend gibt es anscheinend, wie in vielen anderen Millionenstädten dieser Welt, mehr Ratten als Menschen. Sie hausen im Keller fast jedes Hauses, durchstreifen die Müllschlucker von unten bis nach oben und fressen des öfteren auch Kabel auf. Einmal blieb deswegen sogar ein ganzer Stadtteil ohne Telefonverbindung.
Freunde und Kollegen hatten schon immer gewarnt: Im Winter, erzählten sie, würden riesige Ratten auf der Suche nach Wärme unter die Motorhauben der Moskauer Autos kriechen und die Silikonbeschichtung der Zündkabel fressen. Dabei ignorierten die Ratten russische Kabel gänzlich und fielen mit umso größerem Appetit über die ausländischer Herkunft her. Auch Alexej Kasymow hatte den Erzeugnissen einer italienischen Firma den Vorzug gegeben.
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