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Leonid Loss leitet die Kommunikation des deutschen Baustoff-Produzenten Knauf auf dem russischen Markt (Foto: Knauf).
Leonid Loss leitet die Kommunikation des deutschen Baustoff-Produzenten Knauf auf dem russischen Markt (Foto: Knauf).
Dienstag, 05.12.2006

VdW-Tagung: Deutsche Firmen sind vorbildlich

Moskau. Wie können sich deutsche Firmen mehr Aufmerksamkeit bei den russischen Medien erarbeiten? Das diskutierten rund fünfzig PR-Fachleute und Medienvertreter bei der Jahrestagung des VdW in der Deutschen Botschaft.



Bezahlte PR-Artikel sind noch immer ein Problem in den russischen Medien, kritisierte zu Beginn der Veranstaltung am 04. Dezember Matthias Schepp, Leiter des Moskauer „Spiegel“-Büros. Statt die PR-Abteilungen weiter auszubauen, täten russische Unternehmen gut daran, für transparente Strukturen zu sorgen. Die Investitionen in die PR zeitigten nur kurzfristigen Erfolg. Transparenz dagegen sorge fast von selbst für ein gutes Presse-Echo. Deutsche Unternehmen könnten als Vorbild dienen.



Kritik hilft



Leonid Loss, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim deutschen Baustoffe-Hersteller Knauf, pflichtete ihm bei und ergänzte, dass sogar kritische Artikel vorteilhaft sein könnten. Denn auch diese lenkten die Aufmerksamkeit auf das jeweilige Unternehmen.



Zur teilweise schiefen Darstellung der russischen Wirtschaftslandschaft in den westlichen Medien merkte Loss an, man solle am besten alles vergessen, was man je in den Medien über Russland gelesen habe. Stattdessen sollte man seinen eigenen Erfahrungen und Eindrücken vertrauen.


Zu wenig deutschsprachige Redakteure


Alle Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig: Auch wenn die russischen Medien den deutschen Unternehmen genug Aufmerksamkeit schenkten, gäbe es in Russland nur wenig deutschsprachige Journalisten, die die deutsche Unternehmenslandschaft wirklich gut kennen.

Der Beauftragte des Freistaats Bayern in Russland, Michail Logwinow, dankte den russischen Medien für ihr Interesse an bayerischen Unternehmen. Er fügte aber hinzu, etwas mehr Sachkenntnis und Gründlichkeit bei der Berichterstattung würde ihnen nicht schaden.
Daneben gab er auch seiner Enttäuschung Ausdruck, dass die russische Wirtschaft in Deutschland noch weniger Presseecho fände. Dabei beständen für deutsche Unternehmen interessante Perspektiven einer erfolgreichen Partnerschaft.




(ak/ap/cj/.rufo)

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