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Planierraupen und im Sumpf versenkter Beton: Die Olympia-Baustelle in der Imeritinskaja-Bucht von Sotschi (Foto: ab/.rufo)
Planierraupen und im Sumpf versenkter Beton: Die Olympia-Baustelle in der Imeritinskaja-Bucht von Sotschi (Foto: ab/.rufo)
Dienstag, 23.06.2009

Sotschi: Plattgemacht für die Olympischen Spiele

Sotschi. Die „Macher“ der Winter-Olympiade 2014 vergeuden Milliarden, vernichten einzigartige Natur und vertreiben Ortsansässige. Doch die wehren sich. Für den Kommerz der Kremlgünstlinge wollen sie nicht weichen.

Unaufhörlich rollen die Planierraupen hin und her; durch einen mannshohen Zaun von den Blicken Unbefugter abgeschirrmt sollen sie den Boden für die künftigen Olympia-Objekte in der Imeritinskaja-Bucht bereiten. Keine leichte Aufgabe, denn die Erde ist morastig und die Anwohner sind „störrisch“.

Morastiger Boden, widerstrebende Anwohner


Über 3.000 Menschen wohnen im geplanten Abrissgebiet, vor allem so genannte Altgläubige. Sie leben von Landwirtschaft und Tourismus und sie leben gut davon. Der Boden ist fruchtbar und der Strand in der Bucht ist der beste in ganz Sotschi – breit, leer und sauber. „Wir wollen nicht verkaufen“, sagt daher Alik Lej, einer der Aktivisten, der sich der Umsiedlung widersetzt.

Alik Lej kämpft um sein altes Lebensumfeld am Strand von Sotschi (Foto: ab/.rufo)
Alik Lej kämpft um sein altes Lebensumfeld am Strand von Sotschi (Foto: ab/.rufo)
Seine Argumente sind durchaus sinnvoll. So ist der Boden weich und wässrig, ein echter Grund fehlt. Bis zu 60 Meter tief reicht der Morast. „Für zwei Wochen etwas zu bauen, ist vielleicht kein Problem, aber was wird mit den Objekten nach den Olympischen Spielen?“, fragt Lej.

Projekt eines zweiten Frachthafens gestorben


Schon jetzt wird auf einzelnen Grundstücken tonnenweise Beton aufgeschüttet, der dann spurlos im Moor versackt. Die Ausgaben sind immens, der Nutzen gering. Bezeichnend ist der Plan für den Bau eines zweiten Frachthafens in der Bucht, der für Baumateriallieferungen dienen sollte. Extra dafür wurde eine Sowchose, d.h. ein Landwirtschaftsbetrieb, platt gewalzt, die Arbeiter entlassen. Nun erklärt die Regierung, der Hafen mache keinen Sinn, es fehlt einfach das Geld dafür.

Auch die Natur wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Zugvögel, die die Imeritinskaja-Bucht als Zwischenstation auf ihrem Weg nach Norden oder Süden nutzten, müssen sich nun einen anderen Landeplatz suchen. Seltene, vom Aussterben bedrohte Pflanzen wurden gnadenlos vernichtet, berichtet Lej.

„Ambitionen eines Einzelnen“ - ganz oben


Der ganze Olympiaplan beruhe auf den „Ambitionen eines Einzelnen“, kritisiert er. Gemeint ist Ex-Präsident Wladimir Putin. Doch die Schuld trifft wohl mehr noch Regional- und Lokalverwaltung. Weder Gouverneur noch Bürgermeister haben Einspruch gegen den gewählten Ort eingelegt, obwohl sie die Problematik kennen.

Bei Russland-Aktuell
• Die junge Stadt und das Meer: Sotschi wird 100 Jahre alt (16.06.2009)
• Kreml spart bei Vorbereitung auf Olympia in Sotschi (03.06.2009)
• Kreml gewinnt Bürgermeisterwahlen in Sotschi deutlich (27.04.2009)
• Boris Nemzow will Bürgermeister von Sotschi werden (12.03.2009)
• Sotschi geht auf die Suche nach Sponsoren (05.12.2008)
Auch die Bau- und Planungsarbeiten werden zentralistisch dirigiert, oft bar jeder Ortskenntnis. Die Projektentwickler, Amerikaner und Südafrikaner, bekamen uralte Karten, auf denen das ganze Gebiet als Mandarinenplantage gekennzeichnet war – dabei wohnen seit über 60 Jahren Menschen in der Gegend.

Kommerzielle Interessen in der Imeritinskaja-Bucht


Besonders ärgert die Olympiagegner, dass auf ihrem Wohngebiet ein so genannter „Olympiapark“ geplant ist, ein rein kommerzielles Projekt; dort sollen Hotels und Restaurants entstehen. Einige Bewohner hatten schon Hotels gebaut, die werden nun abgerissen oder kommen anderen (privaten) Eignern zugute.

Natürliche Strände sind Mangelware in Groß-Sotschi. Der Beste soll nun im Olympiapark aufgehen (Foto: ab/rufo)
Natürliche Strände sind Mangelware in Groß-Sotschi. Der Beste soll nun im Olympiapark aufgehen (Foto: ab/rufo)
Die Imeritinsker hingegen sollen umgesiedelt werden, die Entschädigung, die sie erhalten, liegt wohl weit unter dem Marktpreis. Als die Einwohner bei einem Besuch des IOC-Komitees demonstrierten, wurden sie von OMON-Einheiten (Spezialtruppe der Polizei) auseinandergetrieben. Bis heute gibt es Widerstand, doch die Zahl der Aktivisten ist gesunken.

Versprechen oder Versprecher?


Viele haben inzwischen resigniert und sind bereit, ihr Grundstück aufzugeben und umzuziehen. „Eine andere Möglichkeit gibt es ja doch nicht, wenn wir uns querstellen, bekommen wir noch weniger“, sagt beispielsweise Iwan Kubanzew. Er ist der erste, der ein neues Haus beziehen soll, etwas kleiner als sein bisheriges und weit weg vom Strand.

Obwohl die obrigkeitshörige lokale Presse seinen Umzug bereits feiert, wohnt er aber noch in seinem alten Haus. Im neuen Haus gibt es weder Strom noch Toilette. Zudem gibt es noch keine Einigung über die Entschädigung.

Gouverneur Alexander Tkatschow habe Entgegenkommen versprochen, sagt Kubanzew. Doch vor über einem Jahr hat der Gouverneur schon einmal etwas versprochen: Kein Haus wird abgerissen, niemand wird umgesiedelt, sagte er damals.



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