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Freitag, 27.10.2006
Tausende Russen vergiften sich an gepanschtem Wodka
Moskau. Über 1.000 Russen haben sich in den letzten Tagen eine Lebervergiftung durch gepanschten Alkohol zugezogen, berichtet der Radiosender Echo Moskaus. Den Angaben des Senders zufolge starben inzwischen mehr als 60 Personen.
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Die Krankenhäuser mehrerer Regionen sind auf Grund der Epidemie regelrecht überfüllt. In einigen Gebieten musste sogar der Notstand ausgerufen werden.
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Spitzenpolitiker drängen nun auf Eilmaßnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Freilich ist die Kontrolle bereits seit Jahresbeginn deutlich schärfer. Gebracht hat dies allerdings nicht viel - im Gegenteil.
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Das automatische Kontrollsystem EGAIS, dass eine Überprüfung der gesamten Spirituosenproduktion ermöglichen soll, wies zahlreiche Pannen auf. Dies führte im Endeffekt dazu, dass viele Brennereien ihre Produktion teilweise einstellen mussten.
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In den Läden leerten sich die Alkoholregale. Die Lücken wurden durch "Schwarzgebrannten" ersetzt. Der ist aber, wie nun auch in diesem Fall, oft gepanscht und sogar lebensgefährlich.
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In Russland sterben jährlich etwa 42.000 Menschen an den Folgen von Alkoholgenuss.
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(ab/.rufo)
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