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Illarionow zählt zur Gruppe der Neokonservativen in Russland. Sein Wissen als Wirtschaftsfachmann ist unbestritten (Foto: Galejew/.rufo)
Illarionow zählt zur Gruppe der Neokonservativen in Russland. Sein Wissen als Wirtschaftsfachmann ist unbestritten (Foto: Galejew/.rufo)
Aktualisiert 26.01.2012 11:32

Andrej Nikolajewitsch Illarionow

Ehemaliger Wirtschaftsberater von Wladimir Putin. Mitarbeiter des Cato-Instituts in Washington.

Zitat: „In Russland gab es noch nie liberale Reformen“.

Geboren: 16. September 1961 in Leningrad.

Laufbahn: Briefträger, Abschluss der Wirtschaftsfakultät der Leningrader Staatlichen Univerisät. Promotion am Lehrstuhl für modernen Kapitalismus. Berater des russischen Ministerpräsidenten Viktor Tschernomyrdin. Direktor des Instituts für Wirtschaftsanalyse. Mitglied der Regierungskommission für Wirtschaftsreformen. Wirtschaftsberater von Präsident Putin. Ende 2005 kündigt er im Kreml aus Protest gegen Russlands Wirtschaftspolitik. Wechsel an das Cato-Institut in den USA.

Freunde: Ex-Premier Jegor Gaidar (bis zu seinem Tod), Ex-Finanzminister Alexej Kudrin.

Feinde: Anatoli Tschubais und Sergej Kirijenko. Sergej Alexaschenko. Sergej Dubinin.

Skandale: Illarionow bezichtigt Tschernomyrdin in den Neunziger Jahren des „wirtschaftlichen Umsturzes“ und wird zwei Tage danach wegen eines „Verstoßes gegen die Arbeitsdisziplin“ entlassen.

Familie: Ist geschieden und hat zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter.

Hobbys: Dafür bleibt keine Zeit, denn Illarionow ist ein Workaholic.


Laufbahn:

2011: Mit den "Dezemberthesen" meldet sich Illarionow nach der umstrittenen Dumawahl zu Wort. Er bezeichnet die regierende Staatsführung als illegitim und stellt Prinzipien für die Organisation einer gesamtrussischen Bewegung für Demokratie und Freiheit auf.

2010: Illarionow setzt seine Unterschrift unter den Aufruf der Opposition "Putin muss gehen".

2007: Teilnahme an mehreren Protestmärschen in Moskau und St. Petersburg, die vom außerparlamentarischen Oppositionsbündnis "Anderes Russland" organisiert wurden.

Seit 2006: Mitarbeiter am Center for Global Liberty and Prosperity am bekannten Cato-Institut von Washington

April 2000 - Dezember 2005: Wirtschaftsberater von Präsident Putin.

2000: Mitarbeit an der russischen Wirtschaftsstrategie bis zum Jahre 2010 im „Zentrum für strategische Konzepte“ von German Gref. Illarionow schlägt eine Haushaltspolitik vor, die für das Jahr 2001 einen Haushalt ohne Defizit und einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 5 Prozent vorsieht.

Seit 1998: Mitglied der Regierungskommission für Wirtschaftsreformen.

1994 - 2000: Direktor des Instituts für Wirtschaftsanalyse.

1993 - 1994: Berater von Ministerpräsident Tschernomyrdin.

1993: In Zusammenarbeit mit dem Petersburger Wirtschaftsexperten Sergej Wassiljew Arbeit an einem Regierungsprogramm, das im Sommer 1993 verabschiedet wird.

1993: Hospitanz in Birmingham.

1992 - 1993: Erster Stellvertretender Direktor des Regierungsarbeitskreises für Wirtschaftsreformen (Direktor dort ist Sergej Wassiljew).

1990 - 1992: Stellvertretender Leiter in der Abteilung für regionale Wirtschaftsprobleme an der Universität Leningrad (Leiter ist Sergej Wassiljew).

1987: Promotion am Lehrstuhl für modernen Kapitalismus der Wirtschaftsfakultät der Leningrader Staatlichen Universität.

1983-1984 und 1987-1990: Assistent am Lehrstuhl für internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Leningrad.

1983: Abschluss der Wirtschaftsfakultät an der Leningrader Staatlichen Universität.

1978: Briefträger.

Foto:Galejew/rufo
Foto:Galejew/rufo
Freunde und Team:

Eine große Rolle im Berufsleben von Andrej Illarionow spielt Sergej Wassiljew, der zur informellen Gruppe der jungen Petersburger Wirtschaftsexperten um Anatoli Tschubais gehörte. Anfang der 90er Jahre gilt Illarionow als einer der engsten Mitstreiter von Jegor Gaidar und unterstützt die Idee der „Schocktherapie“. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Vizepremier Alexej Kudrin, ein Kommilitone von Illarionow, sich bei Putin für ihn eingesetzt hat.

Feinde:

Illarionow hat sich mit Tschubais zerstritten und nannte den einstigen Ministerpräsidenten Kirijenko einen Sozialisten.

Aus dem einstigen Berater Wladimir Putins ist inzwischen einer seiner schärfsten Kritiker geworden. Kritisiert zudem die Wirtschaftspolitik von Dmitri Medwedew.

Gegen die ehemalige Zentralbankführung um Sergej Dubinin und seinen Vize Sergej Alexaschenko hat Illarionow einen Verleumdungsprozess verloren. Illarionow hatte behauptet, die beiden spekulierten an der Chicagoer Wechselbörse.


Familie und Eltern:

Ist geschieden und hat zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Seine Ex-Frau ist amerikanische Staatsbürgerin und hat vor der Bekanntschaft mit Illarionow in der Moskauer Vertretung der Investmentbank Brunswick UBS Warburg gearbeitet. Als ihr Mann zum Berater Putins wurde, wurde sie Hausfrau.

Vater Nikolai Andrejewitsch Pljonkin, Hochschullehrer. Mutter Julia Georgiewna Illarionowa, Hochschullehrerin.

Hobbys und Charakter:

Für Hobbys bleibt keine Zeit, denn Illarionow ist ein Workaholic.

Offen und geradlinig, soll aber einen schwierigen Charakter haben.

Zitat:

„In Russland gab es noch nie liberale Reformen“.

„Ich bin Anhänger der wirtschaftlichen Vernunft. In Russland wird das aber Radikalismus genannt“.

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