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Trauer vor dem Theater (Foto: RTR)
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Dienstag, 29.10.2002

Glauben sollte man hier nie und niemandem

Von Gisbert Mrozek, Moskau. Das Verwirrspiel der Moskauer Behörden läuft zu einem neuen Höhepunkt auf: Jetzt teilt der Moskauer Staatsanwalt mit, von den 118 toten Geiseln seien 45 an Schussverletzungen gestorben. Bisher hatte die Moskauer Gesundheitsbehörde gesagt, von 118 Geiseln seien 117 an den Folgen des Gaseinsatzes verschieden. Dem widerspricht jetzt die Staatsanwaltschaft diametral. Es stellt sich die Frage, ob den Moskauer Behörden überhaupt in irgendeinem Punkt geglaubt werden kann. Wohl eher nicht.

Die Staatsanwaltschaft sagt also: 45 durch Schüsse getötete Geiseln, es sei aber bisher unklar, von wem sie getroffen wurden. Außer bei zweien, die vor der Befreiungsaktion von den Tschetschenen erschossen wurden. Die Staatsanwaltschaft sagt jetzt, sie wolle auch ermitteln, was für ein Gas eingesetzt wurde. Aber eigentlich kann sie sich das wohl sparen, weils vermutlich sowieso wieder eine Lügengeschichte wird.

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