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| Vor 50 Jahren fiel die Atombombe auf Hiroshima. Die Sowjetunion reagierte mit Intensivierung ihres Nuklearwaffenprogramms (Foto: inauka.ru) | |
Freitag, 05.08.2005
6.8.1945: Atombombe auf Hiroshima schockt Stalin
Moskau. Vor 60 Jahren, am 6. August 1945, erschütterte der Atombombenabwurf über Hiroshima die Welt. Auch Stalin war geschockt. Zwei Tage später erklärte die UdSSR in Absprache mit den USA Japan den Krieg.
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Es war der 6. August 1945, als in der japanischen Hafenstadt Hiroshima die Hölle losbrach. 160.000 Menschen kamen ums Leben, als der B-29-Bomber Enola Gay die Atombombe abwarf. Noch Jahre später starben Menschen an den Spätfolgen. Strategisch war der Zweite Weltkrieg zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, doch US-Präsident Truman wollte eine blutzehrende Invasion Japans vermeiden und gleichzeitig Stalin beeindrucken.
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Stalin sichert sich seinen Beuteanteil
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Dies gelang. Stalin erklärte nur zwei Tage später Japan den Krieg – so wie es mit den USA in einem Geheimpakt vorher festgelegt war. Nach dem Abwurf der Bombe war klar, dass der Krieg ein schnelles Ende finden würde. Der sowjetische Diktator beeilte sich daher mit dem Kriegseintritt, um sich zumindest einen Teil der Beute zu sichern. Seitdem gehörten die Kurilen-Inseln zur Sowjetunion.
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Stalin zog aber noch eine Konsequenz aus der Tragödie von Hiroshima. Das sowjetische Atomwaffenprogramm, bis dahin eher stiefmütterlich behandelt, wurde enorm gepusht. Der Physiker Igor Kurtschatow erhielt von Stalin den Auftrag, bis 1948 eine eigene Atombombe zu bauen. Zum Leiter des Atomwaffenprogramms wurde Geheimdienstchef Lawrenti Berija eingesetzt.
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Sowjetische Atombombe zündet am 29. August 1949
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Doch trotz intensivster Bemühungen gelang die erste Zündung einer sowjetischen Atombombe erst am 29. August 1949. An der Herstellung der Bombe hatte neben Kurtschatow auch der junge Atomwissenschaftler und spätere Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow maßgeblich mitgearbeitet. Zu jener Zeit war Sacharow von seinen späteren pazifistischen Ideen jedoch noch weit entfernt. Nur das nukleare Gleichgewicht könne die Welt retten, glaubte Sacharow damals.
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Sacharow entwickelte sogar Ideen zum möglichst effektiven Einsatz der Wunderwaffe. Darunter war auch die Vorstellung, man könnte die Bombe im Weltall über dem gegnerischen Land zünden. Eine Alternative war, mit Atomexplosionen im Atlantik und im Pazifik gewaltige Flutwellen auszulösen, die die Küstenregionen der USA verwüsten würden.
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Das Wettrüsten ging jedenfalls weiter. 1953 wurde die ebenfalls von Sacharow mitentwickelte erste Wasserstoffbombe der Welt von der Sowjetunion gezündet. Mit 50 – 60 Megatonnen Sprengkraft war es die stärkste je gezündete Nuklearbombe. Das Gleichgewicht des Schreckens beherrschte noch jahrzehntelang die politische Szenerie.
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(ab/.rufo)
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