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Dienstag, 21.03.2006
Rücktritt des Verteidigungsministers wg Rekrutenquälen
Moskau. Den Rücktritt des russischen Verteidigungsministers Sergej Iwanow fordern 9.200 Unterzeichner eines Offenen Briefes, der heute in der Kanzlei des Präsidenten im Kreml überreicht wurde. Die Unterschriften waren im Internet, an Straßenständen und während einer Kundgebung gesammelt worden. Iwanow wird vorgeworfen, er sei verantwortlich für den Skandal um den Rekruten Andrej Sytschow, der nach kollektiver Rekrutenquälerei in der Neujahrsnacht beide Beine verlor.
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Die Unterschriftensammmlung war organisiert von dem Komitee der Soldatenmütter, dem Antimiliaristischen Klub und anderen. Es hätten sogar exilrussische Internetuser aus Kanada unterzeichnet, teilten die Organisatoren mit.
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Bei einer Hörerumfrage beim Radioender „Echo Moskaus“ sprach sich ebenfalls die überwältigende Mehrheit für den Rücktritt des Ministers ein. Eine Minderheit von etwas mehr als 10 Prozent hielt dem entgegen, Rekrutenschinderei werde nicht durch den Rücktritt Iwanows bekämpft, vielmehr sei Iwanow der „erste intelligente Verteidigungsminister“ in Russland.
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Der Kommandeur der russischen Landstreitkräfte bestreitet inzwischen, dass Sytschow das Opfer von Rekrutenquälerei geworden sei. Vielmehr habe Sytschow an ererbter Trombophilie gelitten. Diese Krankheit habe zum Verlust der Beine und der Geschlechtsteile geführt. Die Trombophilie habe bei der Musterung nicht erkannt werden können. (mig/.rufo)
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