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Putins Rating sinkt, ein Grund für Ratlosigkeit. (Foto: TV)
Putins Rating sinkt, ein Grund für Ratlosigkeit. (Foto: TV)
Freitag, 17.08.2012

Putins schlechtes Rating – eine Folge des Sommerlochs?

Moskau. Nach 100 Tagen Amtszeit ist Wladimir Putins Beliebtheitsgrad so niedrig wie lange nicht mehr. Von Mai bis August ist sein Rating um zwölf Prozent gefallen. Die Kremlpartei schiebt alles auf die Sommerurlaubszeit.


Laut einer Umfrage des Lewada-Zentrums empfinden 48 Prozent der Russen Sympathie für den Staatspräsidenten und seine Politik. 25 Prozent bekunden ihre „scharfe Antipathie“. Im Mai hatten noch 60 Prozent für und 21 Prozent gegen Wladimir Putin gestimmt.

Das Meinungsforschungsinstitut „Öffentliche Meinung“ kommt zu noch schlechteren Zahlen. Dort sprechen sich im August nur 45 Prozent pro Putin aus. Soziologen sprechen von einem „katastrophalen Niedergang des Vertrauens“, denn in seinen beiden vorangegangenen Amtszeiten hätte das Vertrauensvotum immer um 65 Prozent gelegen.

Bei Russland-Aktuell
• Putin-Faktor: Opposition jetzt zum Misserfolg verdammt (26.02.2012)
• Putins Rating wächst weiter – jetzt schon 58,6 Prozent (20.02.2012)
• Forbes: Putin wieder Zweitmächtigster auf der Erde (03.11.2011)
• Sieben von zehn Russen pro Medwedew und Putin (27.01.2011)
• Vor zehn Jahren: Jelzin überlässt Putin die Macht (31.12.2009)
Laut der „Nesawissimaja Gaseta“ zeigen diese Zahlen eine „gefährliche Ausdünnung“ beim sogenannten Vertrauenskredit für den Staatschef. Lew Gudkow, Leiter des Lewada-Zentr, sagte gegenüber den „Wedomosti“, das einstige Vertrauen der Bevölkerung würde „niemals wiederkehren“.

Die Menschen empfänden „eine Sackgasse, Perspektivlosigkeit, sind den Präsidenten und seine Mannschaft über und haben Widerwillen gegen die herrschende Korruption“.

Der Politologe Dmitri Oreschkin ist der Ansicht, die Entscheidung Putins für eine dritte Amtszeit sei „ein großer Fehler“ gewesen. Er habe aufgehört, „der Präsident der Hoffnung zu sein“, wie er zu Beginn von den Menschen empfunden worden sei.

In der Machtpartei „Einiges Russland“ (ER) gibt es aber eine ganz andere Meinung zu der für Putin unguten Entwicklung. Im Sommer durchgeführte Umfragen seien wenig aussagekräftig. Andrej Issajew vom ER-Generalrat sagt, das schlechte Rating liege daran, „dass viele Leute in Urlaub sind und die anderen frustriert an ihren Arbeitsplätzen sitzen“.



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Cello 18.08.2012 - 14:05

Putin sollte seine Strategie ueberdenken

Staatsmann zu sein, ist bestimmt keine leichte Aufgabe. Auch weiss ein Staatsmann, dass er im Schussfeld, also oftmals auch in der Kritik steht, denn es ist ein alter Zopf, dass nicht die ganze eigene Bevoelkerung gleichdenkend hinter einem steht. Damit sollte ein Praesident jedoch umgehen koennen. Wen dann aber in Blitzaktionen Verfassung und Gesetze geaendert werden, nur um die andersdenkenden in die Ecke presst, sprich zum Schweigen und Stillhalten zu bringen, dann schuerrt das den Missmut jener eher, als das es die Lage beruhigt. Wen ich mir und meiner Arbeit als Praesident sicher bin, dann brauche ich mich ja von Nichts zu fuerchten. Also sehe ich den Geschehnissen relaxt entgegen, oder aber ich halte die von mir gemachten Versprechen ein und suche den Dialog mit meinen Kontrahenten. Noch besser, ich binde Sie in die meinige Politik ein. Wer aber nur auf Ignoranz, Druck und Unterdrueckung baut, der muss damit rechnen, dass Gegendruck ensteht und dies meist solange, bis es in einer Eskalation endet. Gewinner gibt es letztendlich keine und den Preis dafuer zahlen bekanntlich alle, ob Beteiligte oder Unbeteiligte. Soviel Feingefuehl und Wissen sollte man von einem Staatsmann und Praesidenten erwarten duerfen.


Paulsen-Consult 18.08.2012 - 12:48

Ein einfaches Rezept

Putin müsste einfach nur aufhören, den Amerikanern in Sachen juristische Verfolgung der Opposition immer einen Schritt voraus sein zu wollen, schon würde er als vergleichsweise toleranter Demokrat gelten. Der Fall Pussy Riot überdeckt in den westlichen Medien derzeit die politisch juristische Verfolgung von Julian Assange, in England, Schweden und den USA.


jich 17.08.2012 - 15:59

48 Prozent der Russen Sympathie für den Staatspräsidenten und seine Politik

Skandal!!!!!! Dabei sollte es doch jedem klar sein, dass in einem AUTORITÄREN SYSTEM, wie Putin es sich aufgebaut hat, er mindestens 99,9999999% Zustimmung erhalten müsste!

Aber ich vermute, dass Putin diese Umfrage gefälscht hat, damit er der typischen Zustimmungsquote einer Bundeskanzlerin von 20-40% etwas näher kommt und nicht mehr autoritär wirkt!!!!!!!!!!!1111111111111111111111111elfelfelf


Matthias 17.08.2012 - 12:24

Putin hat es seit seiner Wiederwahl einfach versemmelt. Das Einzige, was er und ER bisher gemacht haben, war das Mundtotmachen von Kritikern und Andersdenkenden, haben die wirklich das Gefühl, das bringt Russland weiter? Scheinbar denken die nur an sich und wie sie die Macht und ihre fetten Pfründe sichern können, nicht an das Land und die Menschen dort. An Putins Versprechen von wegen Dialog usw. erinnert man schon besser gar nicht mehr...


Cello 17.08.2012 - 11:01

ERs billige und laecherliche Ausrede...


...welche auf konsternierte Ratlosigkeit beruht. Wer mehr und mehr am Volke vorbei regiert, sollte schnellstmoeglich Alternativen in Betracht ziehen, als seine Profilierungssucht mit weiteren Gesetzen aufrechterhalten, oder gar noch auszubauen. Ein Staatsmann mit Charisma, ist einer, welcher sein Amt freiwillig im Sinne des Volkes niederlegen kann. Ansonsten droht frueher oder spaeter nur Ungemach, was von und durch einen selbstsuechtigen Moechtegern-Reformer zu verantworten waere. Doch sie werden alle einmal gehen muessen, die letzten Herrscher, es ist nur eine Frage der Zeit und ueber das WIE?


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