Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Syrien-Einigung: Das dicke Ende kommt noch
Russland-Aktuell zur Startseite machen


R. Chasbulatow (Mrozek/rUFO)
R. Chasbulatow (Mrozek/rUFO)
Donnerstag, 24.10.2002

Nur einzelne Stimmen für Verhandlungen mit Maschadow

Moskau. Russische Politiker fordern Konsequenzen aus der Massen-Geiselnahme in Moskau. Während der tschetschenische Ex-Dumachef Ruslan Chasbulatow Verhandlungen über ein Ende des Krieges in Tschetschenien auch mit dem Rebellenpräsidenten Aslan Maschadow anmahnte, sprach sich der rechts-konservative Duma-Politiker Gennadij Raikow für die landesweite Ausrufung des Ausnahmezustands aus.

Chasbulatow und andere Vertreter der tschetschenischen Diaspora in Moskau hatten bereits in der Nacht erfolglos versucht, Verhandlungen mit den Terroristen aufzunehmen. Dabei wollte er versuchen, die Geiselnehmer im Gegenzug für freies Geleit zur Freilassung aller Zuschauer und Schauspieler zu bewegen. Das Geiseldram sei ein eine fatale Folge der Moskauer Tschetschenienpolitik, kritisierte Chasbulatow in einem nächtlichen Fernsehinterview.

Der Moskau-treue tschetschenische Verwaltungschef Achmed-Hadschi Kadyrow erklärte, der Überfall auf das Moskauer Nord-Ost-Theater sei ein Beleg dafür, dass Maschadow endgültig die Kontrolle über seine radikalen Warlords verloren hat. Verhandlungen über ein Ende des Krieges seien nach der Geiselnahme unwahrscheinlicher denn je.

Der liberale Duma-Abgeordnete Jurij Schekotschichin, der bereits vor Mitternacht vor dem Theater eingetroffen war, warnte vor übereilten Gewaltaktionen zur Befreiung der Geiseln. „Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um jemanden im Klo abzuknallen“, sagte er in Anspielung auf ein Putin-Zitat.

(rUFO/kp).

Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Beachten Sie unbedingt die >>> Regeln für Leserkommentare. Sie können hier oder auch im Forum ( www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Donnerstag, 24.10.2002
Zurück zur Hauptseite








Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>


Schnell gefunden
Neues aus dem Kreml

Die Top-Themen
Kommentar
Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Moskau
Parken: Moskaus Lizenz zum Gelddrucken
Kopf der Woche
Moskauer Polizei jagt Baulöwen nach vier Morden
Kaliningrad
Pech für Kaliningrader Glücksspielbetreiber
Thema der Woche
Russland in Syrien: Imagekorrektur per Krieg gegen IS
St.Petersburg
Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.sotschi.ru
www.wladiwostok.ru, www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.zeit.ru