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(Foto: ntvru.com)
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Montag, 28.10.2002

Putin:Terror mit Massenvernichtungswaffen

Moskau. Auf der Regierungssitzung erklärte Putin, er werde heute noch dem Generalstab Anweisung geben, die Pläne für den Militäreinsatz im Inneren des Landes zu ändern – wegen der zunehmenden Gefahr, dass Terrorristen Massenvernichtungswaffen oder Entsprechendes gegen Russland einsetzen könnten. Russland werde - den Drohungen angemessen - überall gegen Terrorristen, ihre Hintermänner und Financiers vorgehen. Diese Erklärung könnte die Diskussion in den Hintergrund drängen, ob der Gaseinsatz bei der Befreiungsaktion angemessen war.

Bis jetzt sind 117 befreite Geiseln an dem Gas gestorben. Eine Geisel an Schussverletzungen. 76 Geiseln gelten bis jetzt als verschollen. 300 Geiseln konnten aus den Kliniken entlassen werden, aber über 400 bleiben noch unter ärztlicher Aufsicht. Es ist immer noch unbekannt, um welches Gas es sich handelte. Auch die Mediziner tappen im Dunkeln.

Bis jetzt haben die Behörden das Geheimnis um das Gas nicht gelüftet. Es wird spekuliert, dass es vielleicht von westlichen Staaten zur verfügung gestellt wurde, da es vor der Geiselbefreiung Beratungen mit West-Geheimdiensten gegeben hat. Mit Freude wird im Kreml registriert, dass Präsidentensprecher Ari Fleischer in Washington sagt, Schuld am Tod der Geiseln hätten die Terroristen – und dass auch der israelische Geheimdienst die Befreiungsoperation lob.

Die Tageszeitung Kommersant hat ausgerechnet, dass bei der Befreiungsaktion 16 Prozent der Geiseln starben. Damit liege sie im internationalen Vergleich auf Platz 4. Das grösste Fiasko war 1972, als die israelische Olympiamannschaft in München im Kugelhagel starb.

Heute werden in ganz Russland die Fahnen auf Halbmast wehen, alle Vergnügungsveranstaltungen sind abgesagt. In der Nacht brannten Kerzen auf dem Platz vor der Musical-Halle. Viele Moskauer brachten Blumen und Kränze.

Am Tag der Staatstrauer teilt die Moskauer Stadtverwaltung mit, dass Hinterbliebene eine Beihilfe von 3.200 Euro bekommen. Überlebenden Geiseln wird mit 1.500 Euro unter die Arme gegriffen.

(rUFO/gim)

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