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Aslan Maschadow
Aslan Maschadow
Dienstag, 08.03.2005

Mit Allah aus dem Chaos – Eine Reise zu Maschadow

Von Gisbert Mrozek, Moskau/Grosny (geschrieben 13.3.1999, wiederveröffentlicht nach dem Tode Maschadows am 8.3.2005). Irgendwo da vorne im Dunst auf der Chaussee nach Grosny wurden im Dezember die abgeschnittenen Köpfe der vier Briten gefunden. Geköpft von den Geiselnehmern, von Arbi Barajew, dem radikal-islamischen Wachabitenführer, sagt einer der Tschetschenen, die uns begleiten. .

Und dieser Barajew hat sein Hauptquartier ausgerechnet in der schönen Stadt Urus-Martan aufgeschlagen. Zwischen dem Flughafen von Nasran in Inguschetien, auf dem wir ankamen, und dem neuen Präsidentenpalast in Grosny, zu dem wir hinwollen.

Aber das ist weiter kein Grund zur Beunruhigung, denn schließlich hat uns am inguschisch-tschetschenischen Grenzkontrollposten die Leibwache des Präsidenten in Empfang genommen, um uns pünktlich zum Interview zu bringen.

Gibt es einen neuen Krieg, das wollen wir von Präsident Aslan Maschadow erfahren. Wer hat den russischen Milizgeneral Genadi Spigun gekidnapt ? Kann Aslan („Der Löwe“) Maschadow den professionellen Kidnappern das Handwerk legen ? Kann der Sieger im Tschetschenienkrieg den Kampf um die Macht in der Kaukasusrepublik gewinnen und das Chaos beenden ?

Die Leibwächter sitzen in einem verstaubten grauen Wolga, natürlich ohne Nummernschilder. Fünf Mann in Kampfanzügen, mit Kalaschnikow, Patronengurten, Kampferfahrung. Präsidentengarde. Das vermittelt ein Gefühl von eherner Sicherheit. Aber der Schein trügt.

Echte Helden umgehen die Gefahr lieber

Denn außer Barajews Wachabitenhochburg liegt am Weg auch noch der Stützpunkt des Jordaniers Chatab, der sich ebenfalls dem Präsidenten Aslan Maschadow nicht unterordnet. Über Kommandeur Chatab berichtet das russische Fernsehen voller Grausen, die Absolventen seiner Diversions-Ausbildungslager müßten zur Abschlußprüfung einen Mord begehen.

Da ist es irgendwie verständlich, daß die Garde lieber nicht auf der relativ gut asphaltierten Hauptstraße nach Grosny fahren will, sondern sich auf Schleichwegen zum Präsidenten durchschlagen muß. Das kostet kostbare Zeit, aber schließlich muß die Garde des Präsidenten besser als wir wissen, was hier machbar ist.

Die kleine Autokolonne biegt plötzlich scharf ab auf einen Feldweg, jagt im Höllentempo über eine löcherige Betonpiste, die von den russischen Panzerkolonnen zermalen wurde, als sie im Januar 95 in Richtung Grosny vorstießen. Jetzt rast unsere Kavalkade, immer kurz vor dem multiplen Achsbruch, über die Piste.

Funkstille hilft gegen Berufskidnapper

Rundum ein endloses graues, schlammiges Hügelgelände. Die Terek-Höhen. Kein Mensch, kein Haus weit und breit. Irgendjemand greift zum russischen Handy, das, oh Wunder der Technik, auch hier funktioniert. „Laßt das lieber bleiben“, warnt der Fahrer, „sonst könnte es unangenehme Überraschungen geben.“ Alle Kidnapper-Banden, erklärt er, nutzen die Hochleistungsscanner aus Kriegszeiten jetzt für ihre Zwecke. Die wenigen Handys, die es in Tschetschenien noch gibt, werden im Gesprächsfall in Sekundenschnelle erfaßt und abgehört. Auch das ist ein überzeugendes Argument. Ab sofort herrscht widerspruchslos eiserne Funkstille, wie es die örtlichen Sitten fordern

Manchmal ein LKW, eine Schafherde. Nur hin und wieder erinnert eine hochauflodernde helle Fackel in den schmutzigen Hügeln neben der Piste daran, worum der Kampf hier ging und geht. Die strategisch wichtigen Gas- und Ölpipelines sind heute mehr als reparaturbedürftig. Die Kontrolle über sie war einer der wichtigsten Kriegsgründe.

Brennende Öl- und Gasfackeln erinnern an die Kriegsursachen

Dabei ging es noch nicht einmal so sehr darum, daß viele Tschetschenen die Pipeline privat anzapften und als eigene Ölquelle nutzten. Auch nicht so sehr darum, daß Präsident Dudajew in großem Maßstab russisches Rohöl abzweigte und teils auf eigene Faust, teils auf Rechnung anonymer Moskauer Firmen verarbeiten und verkaufen ließ.

Entscheidend war und ist die Frage, ob der Zugang zu den reichen Ölvorräten im Kaspischen Meer und in Kasachstan von Rußland oder der Türkei kontrolliert wird. Ob die Nord-Trasse durch Tschetschenien sicherer ist als die Südtrasse durch Kurdistan. Heute fließen monatlich 60.000 Tonnen vom Kaspi-Meer durch den Nordkaukasus. Die Transitgebühren sind die einzige stabile Devisenquelle der Tschetschenen.

„Selbst wenn die Russen uns heute den Gashahn zudrehen wollten, könnten sie es doch nicht“, sagt ein tschetschenischer Begleiter. Über diese Gasleitungen wird quer durch Tschetschenien auch die Nachbarrepublik Daghestan am Kaspischen Meer mit Gas versorgt.

Auch die Stromleitungen für Daghestan laufen durch Tschetschenien. Wenn der russische Innenminister Sergei Stepaschin, der seinen Freund, den General Spigun freipressen will, seine Drohungen wahrmachen sollte und den Tschetschenen den Strom abschaltet, dann geht auch in Daghestan das Licht aus. Das wäre nicht gut für die Stabilität dort, sagt sarkastisch der Führer.

Die russischen Kontrollversuche an den Grenzen ringen den Tschetschenen eh nur ein müdes Lächeln ab. Die stolze Republik „Tschetschnja-Itschkeria“, in deren Ruinen kaum irgendetwas produziert wird, muß zwar fast alles importieren. Die Lebensmitteltransporte aus Daghestan werden jetzt, seit der Entführung des Generals Spigun, durch die verschärften russischen Grenzkontrollen natürlich behindert, erklärt einer der Tschetschenen.

Der Bestechungstarif für einen LKW ist 500 Rubel oder umgerechnet 15 Kilo Fleisch

Aber wer den russischen Milizionären 200 Rubel oder umgerechnet etwa 15 Mark in die Hand drückt, kann mit seinem PKW passieren. Der Bestechungstarif für einen LKW ist 500 Rubel oder umgerechnet 15 Kilo Fleisch auf dem Markt von Grosny. Man kennt das alles hier noch allzugut aus Kriegszeiten, als die russischen Kontrollposten für die Tschetschenen fast wie Waffen- und Munitionsverkaufsstände waren. Lachend erinnert sich jemand an den second-hand-Schützenpanzerwagen, den während des Krieges Offiziere im Suff für 5.000.- Dollar den Tschetschenischen Kämpfern verkauften. Das war billiger als ein Lada oder Niva.

Die Kolonne rollt noch vor Einbruch der Dunkelheit durch die Vororte von Grosny. Überall noch Kriegsspuren, ausgebrannte Ruinendenkmäler ragen in den Himmel. Aber die schmucken Privathäuser und Villen, die doch für den Tschetschenischen Macho fast der wichtigste Lebenszweck sind, sind weitgehend repariert. Am Dorfstraßenrand wird Gemüse und Rindfleisch aus Daghestan feilgeboten. Daneben die aus Kriegszeiten bekannten Tschetschenischen Feldtankstellen: 10-Liter Einmachgläser mit „selbstgebranntem“ Sprit. Vor jedem zweiten Haus ein paar dieser Bezingläser.

Produziert in der eigenen kleinen Keller-Raffinerie. Das Rohöl wird entweder mehr oder weniger heimlich aus der Staatlichen Pipeline abgezapft oder aber selbst aus tiefen Schächten aus der stellenweise hochgradig ölhaltigen Erde gewonnen. Tatsächlich: Mit Blockadeversuchen ist dieses Volk schwerlich zu besiegen. Aber es ist auf dem besten Wege, sich selbst zu vernichten.

Beim Interview mit Maschadow fällt nur einmal der Strom aus

Mit nur anderthalb Stunden Verspätung beginnt in der neuen, schwerbewachten Präsidentenresidenz im zerschossenen Zentrum Grosnys das Interview. Nur einmal in den anderthalb Stunden fällt der Strom aus. Präsident Aslan („Der Löwe“) Maschadow sitzt im bequemen Ledersessel ohne den gewohnten Militärdress, im zivilen dunklen Anzug. Warum mußte sich sogar eine schwer bewachte kleine Journalistenschar heimlich zu ihm durchschlagen ? Wer kontrolliert die Lage ? Wieviele Zentren der Macht gibt es eigentlich in Tschetschenien heute ? „Nur eines“, antwortet Maschadow. „Das ist der vom Volk gewählte Präsident und das Parlament.“

Aber er kann natürlich auch nicht vergessen machen, daß sich gegen ihn eine unheilige Allianz islamischer Warlords gebildet hat, zusammengeschlossen in einem Rat der ehemaligen Feldkommandeure, der „Schura“. Und jeder kontrolliert eifersüchtig sein eigenes Territorium: Schamil Bassajew, Wacha Arsanow, Movladi Udugow, Chatab, Chochorojew, Barajew.

Die Tschetschenen auf dem Wege der Selbstvernichtung

Am Anfang des Gesprächs sagt Aslan Maschadow noch das, was er immer auf solche Fragen antwortet: Einen tschetschenischen Bürgerkrieg wird es nicht geben. Keiner der früheren Unabhängigkeitskämpfer denkt auch nur daran, mit dem Brudermord anzufangen. Die blutige Attentatserie, der Bombenanschlag auf den Präsidenten selbst, auf den Mufti von Grosny, die Entführungen - das alles ist, so wiederholt Maschadow, das Werk „der Geheimdienste, von denen es hier viele gibt“. Aber, so sagt er immer wieder, „das afghanistanische Szenario, auf das viele hofften, ist hier ausgeschlossen“.

Trotz aller Widersprüche, Eifersüchteleien und Clan-Interessen verhinderte bisher eine Restsubstanz von gemeinsamen tschetschenisch-islamischen Traditionen in den Jahren nach dem Waffenstillstand von 1996 die ganz große Explosion, den frontalen Zusammenstoß der großen Warlords. Aber ihre permanenten Scharmützel und die kriminellen Bandenkriege fordern Nacht für Nacht im statistischen Durchschnitt neun Tote. 3.285 pro Jahr. Ein schrecklicher Blutzoll bei einer Gesamtbevölkerung von nur noch 350.000 Menschen, die nach dem vergangenen Krieg übrigblieben. Selbstvernichtung.

Der Bandenkrieg fordert jede Nacht neun Tote

Hat Aslan Maschadow versagt, hat er sein Wort gebrochen, der Kriminalität das Handwerk zu legen ? Den tausenden von jungen Männern eine neue Zukunft zu bieten, die bisher außer Handgranatenwerfen, Hälsedurchschneiden, Panzerfaust- und MP-Schießen bis zur Vollkommenheit nichts gelernt haben ?

„Das alles sind Kriegsfolgen, es braucht Zeit, das zu überwinden“, sagt Maschadow. Zeit, die ihm aber unter dem Druck der inszenierten Attentate, Entführungen und Moskauer Ultimaten nicht bleibt. Zeit, die ihm auch seine radikalen Opponenten von der „Schura“ nicht geben wollen. Und da wird Aslan Maschadow heftig und schimpft. Schimpft auf die „schmutzige Moskauer Politik“, auf die „Schreibtischtäter“, die bisher unter den Premierministern Tschernomyrdin und Kirijenko alle konkreten Vereinbarungen mit Moskau zunichte machten.

Da schimpft er auch auf die „Schura“-Kommandeure: „Widerwärtig, schändlich, abartig, lachhaft“. Und auf den Westen, der über die arabischen Länder die Radikalislamischen Wachabiten finanziert: „Diese Finanzströme müßte man abschneiden, alles andere hier macht dann kaum noch Probleme.“

Er würde gerne Ordnung schaffen, aber er kann nicht – vor Angst

Aber dann gibt er auch gleich zu, daß das doch so einfach nicht wäre, das Durchgreifen gegen die statdtbekannten kriminellen Kidnapper in der Opposition. „Niemand will als erster anfangen“, sagt Maschadow. „Denn als erster anfangen, das heißt, Blutrache auf sich zu ziehen. Das betrifft meine Generation und meine Nachkommen. Die Blutrache ist eine Barriere für alle, auf welchem Platz auch immer.“

Bei Russland-Aktuell
• Warum Aslan Maschadow Terroraktionen nicht verurteilt (27.4.2001)
• Maschadow-Interview: Putin wird von Generälen betrogen (27.4.2001)
Auch der Präsident, der Generalstabschef, der Sieger im Großen Krieg ist nicht frei von Angst - nicht um sich, sondern um die Seinen. „Aber wenn DIE anfangen, dann werden sie binnen drei Stunden vernichtet“, droht „der Löwe“. Den Ausweg aus dem Chaos, die Rettung für seine Republik sah Maschadow schon Anfang des Jahres darin, die Initiative zu übernehmen, den Koran zum Gesetz zu erheben und „einen tschetschenischen Weg zum islamischen Staat“ einzuschlagen. „Die Tschetschenen fürchten nur das Gesetz Allahs“, sagt er und streicht sich den Bart, den er sich wachsen ließ, seit er sich selbst zum Oberhaupt der Scharia proklamierte.

Einzige Hoffnung: der Koran als Gesetzbuch

In der Tat: Seit der Koran zum Gesetzbuch wurde, werden Wodka, Bier und Schampanskoje zwar immer noch reichlich, aber nur noch unter dem Ladentisch verkauft. Wer öffentlich trinkt, wird ebenso öffentlich mit 40 Stockhieben bestraft. Ausgenommen natürlich islamische Größen wie der ehemalige Außenminister Movladi Udugow, obwohl dessen feuchtfröhliche Silvesterfeier 1997 gar im Fernsehen gezeigt wurde. Aber wer zur Bastonade muß, trägt es mannhaft. Der Alkohol-Schwarzmarkt blüht, selbst in der Wachbiten-Hochburg von Urus-Martan bei Halsabschneider Arbi Barajew.

Zurück aus Grosny geht es sicherheitshalber, trotz der bis an die Zähne bewaffneten Maschadow-Eskorte, wieder auf denselben Schleichwegen um die Kidnapper-Posten drumherum. Die Reifenpanne im Dunkel der Nacht ausgerechnet auf dem Territorium des ehemaligen Vizepräsidenten Wacha Arsanow, dem viele Geiselnahmen angehängt wurden, ist genial schnell behoben. Helf dir selbst, dann hilft dir Gott. Raus aus dem Chaos: Allahu akbar, murmelt einer der Begleiter, als die Grenze wieder erreicht ist.

(gim/.rufo)


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