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Alle Jahre wieder.../foto:Deeg
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Dienstag, 08.10.2002

Ode an den Gasherd oder: Das große Zähneklappern

Von Susanne Brammerloh (St. Petersburg). Es ist Herbst geworden und empfindlich kalt. Welch eine banale Feststellung, wird die werte Leserschaft entgegnen. Banal ist sie für die, die im warmen Kämmerlein hocken und nur ein müdes Lächeln übrig haben für die Kälte draußen vor der Tür. Wenn im Zimmer das Thermometer aber nur 12 Grad anzeigt und die Zähne anfangen zu klappern, hat der Spaß ein jähes Ende. Dann haben Gasherde, Heizlüfter, raue Mengen heißen Tees und Wärmflaschen ihren großen Auftritt.

Alle Jahre wieder... kommt der Ärger mit dem verzögerten Beginn der Heizsaison. Aus dem Smolny tönen die Berichte, alles sei längst bereit, und wenn die Wärme nicht kommt, läge das an den Kraftwerken. Die Energieversorger sagen das gleiche, nur umgekehrt. In den Hausverwaltungen erhält der schlotternde Zeitgenosse patzige Ausreden, die sich zudem alle widersprechen. Zwischenzeitlich gurgelt es in den Heizungen, und dann ist wieder kalte Ruhe.

Am 24. September sollte in Petersburg die Heizsaison beginnen. Es gibt sogar eine Norm, die besagt: Wenn fünf Tage hintereinander die mittlere Tagestemperatur niedriger als acht Grad Celsius beträgt, wird geheizt. Kälter als acht Grad ist es schon mindestens zwei Wochen, aber eine ganze Menge Häuser sind immer noch unbeheizt. Inzwischen veröffentlichen die Lokalzeitungen lange Listen mit Telefonnummern, wo der frierende Bürger seine Beschwerden loswerden kann.

Nein, Eiszapfen hängen noch nicht von Decken und aus Nasen. Soweit ist es noch nicht; das kommt etwas später, wenn es richtig Frost und Schnee gibt. Aber für alle Fälle kommt schon mal das ganze Instrumentarium eines kältegebeutelten Stadtbewohners zum Einsatz. Hier ein kleiner Einblick für den Ungeübten:

Lange Unterhosen, dicke Socken, mindestens zwei Pullover. Hilft auch das nicht, geht das pausenlose Teetrinken los. Wenn der Tee schon aus den Ohren zu fließen droht, werden die stärkeren Geschütze aufgefahren – der gute, alte Gasherd in der Küche tut die besten Dienste (zwischendurch das Lüften nicht vergessen!) und wärmt von Null auf Hundert in nur wenigen Minuten. Wo die Backofenwärme nicht hinkommt in der Wohnung, tut es ein Heizlüfter. Der hat allerdings den Nachteil, dass er ordentlich Strom frisst. Die Wärmflasche ist sowieso der ständige Begleiter durch die Wohnung. Und zum Tagesende... 100 Gramm Wodka – und ganz schnell unter die warmen Bettdecken!

(sb/rUFO)

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