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Sonntag, 03.04.2005
Moskau kondoliert zum Tod des Papstes
Moskau (Aktualisiert um 19:05 Uhr). In der katholischen Kirche in Moskau haben sich einige hundert Gläubige versammelt. Wladimir Putin erklärt, der verstorbene Papst bleibe ihm nach seinen Treffen mit ihm als weiser und dialogbereiter Mensch in Erinnerung. Er habe viel für Gerechtigkeit in den internationalen Beziehungen getan. Patriarch Alexi II. kondoliert auch, trauert aber offenbar wenig darüber, dass Johannes Paul II. Moskau nicht mehr besuchen kann.
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Die russisch-orthodoxe Kirche hatte in den vergangenen Jahren ihr Veto gegen einen Besuch des Papstes in Russland eingelegt. Dabei geht es weniger darum, dass es im russisch-orthodoxen Glauben prinzipiell keinen Statthalter Gottes auf Erden gibt, als vielmehr darum, dass der Patriarch offensive katholische Missionstätigkeit in Russland und der Ukraine nicht dulden will.
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Alexi II. schreibt in seinem Kondolenzschreiben an Kardinal Joseph Ratzinger, der Verstorbene habe mutig und beharrlich den in seiner Jugendzeit eingeschlagenen Weg verfolgt und dem christlichen Glauben gedient. Er habe großen Einfluss auf die Ereignisse in der Welt gehabt.
"Ich hoffe, dass die jetzt beginnenden neue Epoche im Leben der römisch-katholischen Kirche es erlaubt, zwischen unseren Kirchen gegenseitige Achtung und christlicher Bruderliebe wiederherzustellen", heißt es in dem Schreiben.
Der Leiter des kirchlichen Außenamtes, Metropolit Kyrill, würdigte das Eintreten des Papstes für „ewige christliche Werte“ in einer zunehmend sekulären Welt. Kyrill wird voraussichtlich die Russische Orthodoxe Kirche bei den Trauerfeiern in Rom vertreten.
Gorbatschow: Papst half, Kalten Krieg zu beenden
Der letzte sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow würdigte den Papst als „großen Humanisten“. „Ich denke, dass Johannes Paul II. einen großen Beitrag zur Beendigung des Kalten Krieges leistete“, sagte Gorbatschow Medienberichten vom Sonntag zufolge. Der Papst sei immer ein Fürsprecher für ein einiges Europa gewesen, so Gorbatschow weiter. Sicherheitsfragen und der Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit seien für ihn stets vorrangig geblieben.
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(gim/.rufo)
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