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| Raketenstart in Baikonur (Foto: Ballin/.rufo) | |
Mittwoch, 15.06.2005
Raumfähre Klipper soll schon 2011 fliegen
Moskau. Russland stellt auf der Luftfahrtmesse in Le Bourge zum ersten Mal das Modell eines neuartigen Raumschiffs aus. Der „Klipper“ soll gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA betrieben werden.
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Die ESA steige in das Projekt ein, sagte der Leiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, in einem Agenturinterview. Er könne dies endlich offiziell bestätigen. Neben Frankreich sollen auch andere Länder an der Entwicklung der Raumfähre beteiligt werden. Gespräche über die gemeinsame Nutzung des Klippers seien im Gange.
Flüge zur ISS, zum Mond und Mars geplant
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Laut Perminow soll das wiederverwendungsfähige Raumschiff für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS sowie „in Programmen zur Erschließung des Mondes und des Mars“ eingesetzt werden. Es sei für rund 20 Flüge ausgelegt, soll von Baikonur und von Courou in Französisch-Guyana starten können und sei als „das Schlüsselelement bei der Erforschung des Sonnensystems“ gedacht, so Perminow.
Billiger als Sojus-Raumschiffe und Spaceshuttles
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Bis zu sechs Raumfahrer finden in dem Klipper Platz. Die Beförderung einer Person in die erdnahe Umlaufbahn soll damit billiger werden, als die mit dem herkömmlichen Sojus-Raumschiff und „viel billiger“, als mit dem amerikanischen Spaceshuttle, heißt es.
Wann aus dem Modell ein richtiges Raumschiff wird, hänge vom konkreten Beitrag anderer Länder und Firmen ab, sagte Perminow weiter. Zwar unterstütze die russische Regierung das Programm, es werde aber nicht aus dem Staatshaushalt finanziert. Fest stehe bereits, dass die Raketenfirma Energia von russischer Seite Hauptverantwortlicher für die Umsetzung des Projektes werde.
Erster bemannter Raumflug 2012
Wenn nichts dazwischen kommt, wird der Klipper 2011 das erste Mal abheben. Zwei unbemannte Testflüge soll es geben. Der erste bemannte Raumflug ist für 2012 geplant. Mit seinen nach oben gebogenen Tragflächen wird der Klipper auf jedem Militärflugplatz landen können, der eine drei bis dreieinhalb Kilometer lange Start- und Landebahn besitzt.
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Als Trägerrakete soll zunächst die weiterentwickelte Sojus-2 dienen. Sie lässt sich für Starts von russischen Weltraumbahnhöfen Baikonur und Plessezk sowie vom französischen Courou verwenden. Später sei an eine völlig neue Rakete gedacht, heißt es. Bei der Entwicklung eines hochleistungsfähigen Raketentriebwerks ist eine Zusammenarbeit mit den USA vorgesehen.
Marsstation wird auch gezeigt
Laut Perminow gab es in Le Bourge auch erste Vorgespräche über künftige Mond- und Marsflüge, „obwohl es noch zu früh wäre, über Termine zu sprechen. Neben dem Klipper stellt Russland auch ein Modell seiner Marsstation im Maßstab 1:1 aus.
(adu/.rufo)
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