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| Im Gleichschritt - Marsch. Freizeit ist für Soldaten fast ein Fremdwort. (Foto: Djatschkow/.rufo) | |
Donnerstag, 22.09.2005
Russlands Soldaten bekommen Kondome
Moskau. Die Soldaten in der russischen Armee sollen mit Kondomen ausgestattet werden. Das Verteidigungsministerium will damit der Ausbreitung von AIDS vorbeugen. Auch die Aufklärungsarbeit soll verstärkt werden.
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Seit den 80er Jahren wurden in der Truppe offiziell wurden 2.000 Fälle von HIV-Infizierten festgestellt. Das entspricht knapp einem Prozent der Gesamtzahl in Russland (330.000 Infizierte). Nach der Feststellung einer HIV-Infizierung werden die Betroffenen automatisch aus dem Wehrdienst entlassen. Dies gilt nach Angaben des „Kommersant“ freilich nicht für das Offiziercorps. Angeblich dienen derzeit 20 HIV-infizierte Offiziere in der russischen Armee.
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Mehr Aufklärung über AIDS
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Verstärkt soll nun in der russischen Armee über das Thema AIDS aufgeklärt werden. Freilich heißt es nicht, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen in der Armee toleriert würden. Die Präservative werden nicht zum allgemeinen Verbrauch frei gegeben, sondern in Feldapotheken aufbewahrt. Vor dem Urlaub oder einem freien Wochenende werden sie an die Soldaten ausgegeben.
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Die Äußerung von Igor Bykow, dem Chef des medizinischen Dienstes beim Verteidigungsministerium: „Personen, die in den Sicherheitsorganen dienen, gehören zur Risikogruppe, da sie mobil und jung sind und in Kasernen leben“, klingt in diesem Zusammenhang allerdings schon etwas merkwürdig. In der russischen Armee sind Fälle von Gewalt untereinander keine Seltenheit.
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Zahl der Zivis sinkt
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Dass die Zahl der Zivildienstleistenden fällt, hat mit den Neuerungen in der Armee daher wenig zu tun. Seit seiner Einführung vor einem Jahr fiel die Anzahl der Freiwilligen von 1.500 auf 400. Zum Vergleich: In der Armee dienen derzeit rund 800.000 Wehrdienstleistende.
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Grund für die Unbeliebtheit des „alternativen Zivildienstes“ ist, dass er in der Regel bei Militärorganisationen geleistet werden muss, lediglich ohne Uniform. Dafür ist er deutlich länger und schlecht bezahlt.Eine echte Alternative zur Armee stellt er somit nicht dar.
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(ab/.rufo)
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