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| In Jakutien drohen auch in diesem Winter wieder Großfeuer (Foto: newsru.com) | |
Dienstag, 21.10.2003
Winter 2003 in Russland: eine Katastrophe?
Moskau. Russlands Einwohner müssen sich warm anziehen. Was das Katastrophenschutzministerium Sergej Schoigus für den Winter 2003/04 voraussagte, glich einer Beschreibung des Dürer-Bildes mit den vier apokalyptischen Reitern. Fast jede Region sei von größeren Unfällen bedroht. Die meisten Katastrophen sollen sich im Dezember und Januar ereignen. Allerdings muss die Prognose auch unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass die Duma in den nächsten Wochen über den Haushalt des nächsten Jahres berät.
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Natürlich fordert das Ministerium mehr Geld, um seine Arbeit effizienter zu gestalten. Doch das Aufzeigen möglicher Gefahren dient auch dazu, größere Unglücke zu verhindern. In den letzten Jahren gab es regelmäßig Unregelmäßigkeiten mit dem Heizungssystem in der Fernostregion, so dass Tausende Menschen in ihren kalten Wohnungen froren.
Dass sich dies in diesem Jahr wiederholen könnte, sagte der für Wohnungswirtschaft zuständige Vize-Premier Wladimir Jakowlew schon Ende August voraus, als er die katastrophalen Zustände auf Kamtschatka kritisierte.
Wetterkapriolen drohen freilich nicht nur in Fernost, sondern in ganz Russland. Hinzu kommt in einigen Regionen noch die schlechte Vorbereitung auf den Winter, die die Situation verschlimmern könnte. So prognostiziert das Katastrophenschutzministerium in Westsibirien eine ganze Reihe von Großfeuern in Wohn- und Industriegebieten.
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Größere Verkehrsunfälle auf Grund der Straßenüberlastung soll es vor allem in Moskau und Umgebung geben. In fast allen Großstädten drohen außerdem technische Unfälle in Wohnkomplexen. Eine undichte Gasleitung oder ein großer Wasserrohrbruch sind gerade im Winter nicht die angenehmste Vorstellung. Die Moskauer Tagszeitung „Kommersant“ beruhigt ihre Leser immerhin mit der Statistik. In den letzten Jahren traten immer „nur“ 60 – 70 Prozent der prognostizierten Unfälle tatsächlich ein.
(ab/.rufo)
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