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| Soll im November Präsident Putin empfangen: Japans Premier Junichiro Koizumi (Foto: newsru) | |
Donnerstag, 14.07.2005
EU mischt sich in Streit um die Kurilen ein
Moskau. Das Europaparlament hat Russland aufgefordert, die Kurilen an Japan zurück zu geben. Russische Politiker verbaten sich die Einmischung. Im November will Putin nach Tokio reisen.
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In der Resolution unter dem Namen „Beziehungen der EU zu China und Taiwan sowie die Sicherheit im Fernen Osten“ riefen die Europaparlamentarier alle Länder der Region auf, strittige territoriale Fragen auf dem Verhandlungswege zu lösen.
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Kurilen sollen abgetreten werden
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Die Kurilen bezeichneten sie dabei als von der Sowjetunion annektiertes und jetzt von Russland okkupiertes Gebiet. Die Abgeordneten forderten Russland auf, die Inselgruppe an die Japaner zurück zu geben.
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Doch die Resolution könnte sich als kontraproduktiv erweisen. Konstantin Kosatschow, Vorsitzender des Duma-Komitees für internationale Angelegenheiten verbat sich bereits eine Einmischung in russische Angelegenheiten. Die Resolution sei ein Beweis für die wachsende Aktivität der „radikal nationalistischen Kreise in Europa“, kritisierte Kosatschow
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Langer Streit – Ende nicht in Sicht
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Der Streit zwischen Japan und Russland um dieses Territrorium dauert seit dem Zweiten Weltkrieg an. An dieser Frage scheiterten bislang auch alle Bemühungen, einen Friedensvertrag zu schließen. Im vergangenen Jahr deutete sich ein Kompromiss an. Russlands Präsident Wladimir Putin versprach die Rückgabe der zwei südlichen Kurileninseln, wenn dann ein Schlussstrich unter die territorialen Streitigkeiten gezogen werde.
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Doch im März diesen Jahres forderte das japanische Parlament plötzlich alle vier Kurileninseln zurück und deutete sogar noch einen Anspruch auf den Südzipfel Sachalins an. Die Forderungen sind für Russland unannehmbar und belasteten das diplomatische Klima zwischen beiden Staaten erheblich. Zwischenzeitlich drohte Japans Premier Koizumi sogar mit einer demonstrativen Nicht-Teilnahme an der Moskauer Siegesfeier.
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Zwar kam Koizumi schließlich doch nach Moskau, die Streitfrage aber bleibt offen. Und so ist unklar, mit welchem Angebot Präsident Putin im November nach Tokio reisen wird. Mehr als die zwei Inseln kann er schon aus innenpolitischen Gründen nicht offerieren.
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(ab/.rufo)
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