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| Jabloko-Parteichef Grigori Jawlinski (Foto: rufo) | |
Freitag, 24.10.2003
Hausdurchsuchung bei Jabloko wegen Yukos
Moskau. Der Yukos-Skandal greift nun auch auf politische Parteien über. Am Donnerstag durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Werbeagentur der Oppositionspartei Jabloko. Dabei beschlagnahmten die Fahnder Computer, Infomaterial über die geplante Wahlkampagne der Partei und etwa 700.000 USD. Die Mitarbeiter, aber auch zwei Abgeordnete von Jabloko wurden während der Untersuchung festgehalten. Die Ermittler waren nach eigener Aussage auf der Suche nach Dokumenten gegen Top-Manager des Yukos-Konzerns und der Menatep-Bank.
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Einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Agentur und dem Ölkonzern gibt es nicht. Die Agentur wurde vor einem Jahr gegründet und führt seit August 2003 die Wahlkampagne von Jabloko. Allerdings gibt es einen Zusammenhang zwischen Jabloko und Michail Chodorkowski. Der Yukos-Chef gilt als Finanzier der Partei.
Chodorkowski werden weit reichende politische Ambitionen nachgesagt. Dass er 2008 Präsident werden wolle, ist bislang Spekulation der Medien, doch Fakt ist, dass der Ölkonzern Yukos an einer eigenen Duma-Fraktion bastelt. Ein Baustein dabei könnte Jabloko sein, obwohl Parteichef Sergej Jawlinski nicht als Freund des Big Business gilt.
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Die Durchsuchung der Wahlkampfzentrale könnte negative Folgen für den Jabloko-Wahlkampf haben, befürchtet der Stellvertretende Fraktionschef Sergej Mitrochin. „Wenn das Material in die Hände unserer politischen Gegner fällt, fügt dies der Partei einen bedeutenden Schaden zu,“ sagte er der Moskauer Tageszeitung „Kommersant“.
(ab/.rufo)
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