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| Ein General als Generalgouverneur (Foto: Jakunin/.rufo) | |
Freitag, 10.09.2004
Kwaschnin auf neuem Posten
Moskau. Ein General für einen Diplomaten: Ex-Generalstabschef Anatoli Kwaschnin löst Leonid Dratschewski als Generalgouverneur für Sibirien ab. Nach dem Terroranschlag in Inguschetien Ende Juni wurde Kwaschnin gefeuert. Die Geiselnahme in Ossetien dagegen bescherte ihm nun einen neuen Posten. Dies steht ganz im Zeichen der von Putin geforderten „Mobilisierung der Nation“.
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Dratschewski hatte sich in seiner vierjährigen Amtszeit als verlängerter Arm des Präsidenten nicht besonders hervor getan. Die Tageszeitung „Kommersant“ spekuliert, dass seine Ablösung bereits nach den Präsidentschaftswahlen im März beschlossen war, als Putin in Sibirien die landesweit schlechtesten Ergebnisse einfuhr. Das Geiseldrama in Nordossetien soll nur der Anlass für den Personalwechsel gewesen sein.
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Nun trägt die Mehrheit der sieben Generalgouverneure wieder Schulterklappen. Neben Kwaschnin und Konstantin Pulikowski (beide Armee) sind auch Georgi Poltawtschenko (KGB) und Pjotr Latyschew (Polizei) ehemalige Uniformträger.
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Ob Kwaschnin allerdings die richtige Wahl ist, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen und das von Putin geforderte „krisensichere Verwaltungssytem“ durchzusetzen, darf bezweifelt werden. Die schlechte Vorbereitung der Armee auf den terroristischen Großangriff in Inguschetien, der 100 Menschen das Leben kostete, wird ihm – wenn auch nicht offiziell – angelastet.
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In den 90er Jahren hatte sich Kwaschnin eher mit großen Ankündigungen als mit tatsächlichen militärischen Erfolgen einen Namen gemacht. Mehrmals hatte er u.a. behauptet, dass die Tschetschenenfüher Aslan Maschadow und Schamil Bassajew eingekreist oder gar vernichtet seien. Später stellte sich dies dann stets als Falschmeldung heraus.
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(ab/.rufo)
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