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| Robert Dudley muss seinen Stuhl bis Jahresende räumen (Foto: flickr) | |
Freitag, 05.09.2008
Dudley verliert Machtkampf bei Ölkonzern TNK-BP
Moskau. Die Aktionäre des Ölkonzerns TNK-BP haben vorläufig einen Schlussstrich unter ihren Machtkampf gezogen. Am Donnerstag erzielten die Streitparteien einen Kompromiss. Opfer der Einigung ist Konzernchef Robert Dudley.
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Der Amerikaner muss bis zum Jahresende seinen Posten bei TNK-BP räumen. Bislang hatte der britische Ölgigant BP Dudley demonstrativ den Rücken gestärkt. BP verfügt, wie die russische Aktionärsgruppe AAR um die Milliardäre Michail Fridman, Viktor Wechselberg und Leonard Blavatnik, über 50 Prozent der Aktien an TNK-BP.
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Vorstand wird verkleinert, Chef braucht Russischkenntnisse In einer Absichtserklärung einigten sich BP und AAR nun auf die künftige Struktur des Unternehmens. Der Vorstand soll demnach von derzeit 14 Mitgliedern auf vier gekürzt werden. CEO Robert Dudley, der von den Russen als „einseitiger Interessenvertreter von BP“ massiv kritisiert wurde, soll von einem Manager ersetzt werden, der keiner der beiden Streitparteien nahe steht.
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BP hat zwar das Vorschlagsrecht, doch der Kandidat muss einstimmig vom Aufsichtsrat angenommen werden. „Der neue CEO muss Arbeitserfahrung im russischen Öl- und Gassektor besitzen und fließend russisch sprechen“, wird in dem Memorandum zudem eine weitere Bedingung formuliert. Das schränkt den Kreis der Kandidaten deutlich ein.
Mehr Transparenz für den Börsengang Auch der Aufsichtsrat wird umgekrempelt. Jeweils vier Mitglieder stellen BP und AAR, drei Positionen werden mit unabhängigen Aufsichtsräten besetzt. Auch hier hatten die Russen eine zu große Abhängigkeit einzelner Mitglieder von BP bemängelt.
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Die Umstrukturierung soll einer höheren Transparenz von TNK-BP dienen und somit einen künftigen Börsengang ermöglichen. In der Vereinbarung gibt es nämlich auch eine Klausel, wonach 20 Prozent eines Tochterunternehmens von TNK-BP an die Börse gebracht werden können.
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Künftige Strategie bleibt weiter unklar Damit konnten die russischen Aktionäre die meisten ihrer Forderungen durchsetzen. Unklar ist aber nach wie vor, wie der größte Streitpunkt gelöst werden soll. Während BP TNK-BP als russische Tochter betrachtete und daher vor allem auf eine russlandfixierte Entwicklung des Konzerns setzte, forderten die russischen Aktionäre eine Expansion auf die internationalen Märkte
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„Die Vereinbarung ist eine gute Basis, aber die Strategie des Unternehmens kann erst das neue Management festlegen“, teilte Marina Dratschowa, Pressesprecherin von TNK-BP, Russland-Aktuell, mit. Dies werde noch ein paar Monate dauern.
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Damit bleibt abzuwarten, ob die Absichtserklärung tatsächlich das Ende der Auseinandersetzung oder nur eine Pause im weiteren Machtkampf bedeutet.
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