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In sechs Jahren soll eine Autobahn von der Newa an die Moskwa führen (Foto: ld/rufo)
In sechs Jahren soll eine Autobahn von der Newa an die Moskwa führen (Foto: ld/rufo)
Mittwoch, 10.01.2007

Grünes Licht für Autobahn Moskau – St. Petersburg

St. Petersburg. Die Aufsichtsbehörde Rostechnadsor hat der geplanten Autobahn zwischen Moskau und Petersburg ein positives Umweltgutachten ausgestellt. Mit dem Bau der Strecke soll im nächsten Jahr begonnen werden.

Bei Russland-Aktuell
• Neue Metro-Station – und Pläne für Hochbahn-Tram (22.12.2006)
• Moskau erstickt in seinen Stauproblemen (15.12.2006)
• Moderne Stadtplanung: Straße über den Dächern Moskaus (13.12.2006)
• Autobahn rund ums Schwarze Meer geplant (04.12.2006)
• Maut-Trasse Moskau – Noginsk wird ab 2007 gebaut (07.04.2006)
Die inzwischen „Stoliza“ (Hauptstadt) bzw. „SAM“ getaufte neue Autobahn ist als Ersatz der hoffnungslos überlasteten Fernstraße zwischen den beiden russischen Metropolen gedacht. Mit einer Länge von 650 Kilometern soll sie nach ihrer Fertigstellung 2013 etwa 60 Kilometer kürzer sein als die bisherige Straßenverbindung. Die am stärksten befahrenen Abschnitte sollen zehnspurig ausgebaut werden. Aber auch in den Gebieten Twer und Nowgorod soll die neue Autobahn noch über sechs Fahrspuren verfügen.

Staat hat keine ökologischen Bedenken


Wie Rostechnadsor-Chef Konstantin Politkowski erklärte, passen sich die neue Trasse und die damit verbunden Bauten den Umweltgegebenheiten an und entsprechen dem russischen Umweltrecht. Der Bau hätte „keine unwiderbringlichen Auswirkungen auf die Umwelt“. Vorgesehene Ausgleichsmaßnahmen würden zudem die ökologischen Auswirkungen mindern.

Die Behörde wies allerdings darauf hin, dass für hinreichende Möglichkeiten zum Überqueren der Autobahn gesorgt sein müsse. Auch sollten Bewohner von Ortschaften, die unmittelbar an der neuen Strecke liegen, die Autobahn kostenlos benutzen können.

Privater Investor gesucht


Der Bau der Autobahn soll über 6 Milliarden Euro kosten und in einer staatlich-privaten Partnerschaft verwirklicht werden. Der private Investor, der im Laufe dieses Jahres bei einer Ausschreibung ermittelt werden soll, bekommt dafür das Recht, Mautgebühren zu kassieren.

Als erster Bauabschnitt soll 2008 ein 58 Kilometer langes Teilstück begonnen werden, das vom Moskauer Autobahnring am Flughafen Scheremetjewo vorbei in Richtung Nordwesten führt. Die Petersburger Stadtverwaltung bekundete Ende Dezember ihren Willen, das 20 Kilometer lange Teilstück auf Petersburger Boden beschleunigt anzugehen. (ld/rufo)


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