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| Staatskredite sollen leere Regale in den Hypermärkten Russlands verhindern (foto: Lenta) | |
Dienstag, 28.10.2008
Handel bremst Preise wg. staatlicher Kredithilfe
Moskau. Zwei russische Handelsketten haben als erste Mittel aus einem Antikrisen-Programm zur Verhinderung von Liquiditätsengpässen erhalten. Die Händler wollen im Gegenzug die Grundnahrungsmittel-Preise stabil halten.
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Die ersten Empfänger der Kredithilfe sind „Magnit“ und „Sedmoi kontinent“. Die beiden Handelskonzerne hätten als erste Mittel aus einem vom Staat bereit gestellten Fond von 50 Mrd. Rubel (ca. 1,5 Mrd. Euro) erhalten, der über die staatlichen Banken Sberbank und WTB ausgegeben wird, erklärte gestern der Erste Vize-Premier Igor Schuwalow.
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Weitere russische Handelsriesen wie die X5 Retail Group, Dixi, Mosmart, Viktoria, Kopejka, Lenta, holiday, und O‘key hätten aufgrund der Finanzkrise ebenfalls Anträge auf die Zuteilung von Mitteln gestellt. Bis zum 1. November sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein, so Schuwalow.
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Der Staat bekommt im Gegenzug Sicherheiten Konkrekte Summen für die einzelnen Empfänger wurden nicht genannt. Im Gegenzug müssen die Retailer Aktien oder Immobilien als Sicherheiten hinterlegen.
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Kreditklemme könnte zu leeren Regalen führen Das Hilfsprogramm ist als Überbrückungskredit gedacht, damit die Handelsketten zügig mit ihren Lieferanten abrechnen können – und es nicht zu leeren Regalen kommt. Dies würde von der ohnehin schon verunsicherten Bevölkerung als eindeutiges Krisensymptom gewertet und könnte zu Hamsterkäufen und anderen Panikreaktionen führen.
Da der russische Einzelhandel in den letzten Jahren mit enormen Investitionen zahlreiche neue Großmarktprojekte aus dem Boden gestampft hat, sind die Verbindlichkeiten der Konzerne – auch gegenüber ausländischen Geldgebern – sehr hoch.
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Preisbremse für Grundnahrungsmittel Einem Bericht der Zeitung „RBK daily“ zufolge haben die unterstützten Handelsketten gegenüber Schuwalow zugesagt, dass sie die Preise für sozial wichtige Waren nicht anheben werden und ihre Verbindlichkeiten gegenüber den Produzenten und Lieferanten schnell löschen werden.
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Faktisch findet damit ein vor einem Jahr für die Zeit der Parlaments- und Präsidentenwahlen geltendes Preismoratorium seine Fortsetzung. Damals hatten sich Staat, wesentliche Produzenten und Großhändler auf ein Einfrieren der Preise für gewisse Grundnahrungsmittel verständigt.
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