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| Unter den Flügel eines straken Unternehmens werden die Kunden wohl auch in Zukunft sein - seinen Slogan will RosGosStrach zunächst nicht ändern (Grafik: RosGosStrach) | |
Donnerstag, 27.03.2008
RosGosStrach: Größter russischer Versicherer bald privat
Moskau. Russlands größtes Versicherungsunternehmen RosGosStrach könnte bald vollständig privatisiert sein. Der Staat will sich offenbar von seiner 25-prozentigen Beteiligung trennen.
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Der russische Staat will offenbar seinen Aktienanteil in Höhe von 25 Prozent an dem Versicherungsunternehmen RosGosStrach verkaufen. Das berichten russische Medien. In einem Brief bittet das Wirtschaftsministerium das Finanzministerium, den Konzern von der Liste der strategisch wichtigen Unternehmen zu streichen.
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Keine strategisch wichtigen Güter Die Entscheidung sei bereits Ende letzten Jahres auf einer Sitzung im Finanzministerium angebahnt worden, berichtet die Tageszeitung „Kommersant“. In einem Sitzungsdokument hielten die Teilnehmer ihre übereinstimmende Einschätzung fest, wonach Russlands führender Versicherungskonzern keine Produkte herstelle oder Dienstleistungen erbringe, die für den Staat essentiell seien:
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„RosGosStrach produziert keine Güter oder Dienstleistungen, die strategische Bedeutung für die Gewährleistung der Verteidigungsfähigkeit oder die staatliche Sicherheit hätten oder die Moral, Gesundheit, Rechte und gesetzlichen Interessen der Bürger schützten.“
Weiterhin heißt es in dem Dokument, dass die Marktkapitalisierung des Konzerns bei 344 Millionen Euro liege. Bis zum Jahr 2011 benötige RosGosStrach weitere 1,2 Milliarden Euro. Würde der Staat seine Aktienbeteiligungen an dem Unternehmen weiter halten, würde ihn das rund 220 Millionen Euro kosten. Eine solche Summe sei jedoch weder im Budget für das Jahr 2008 noch im Budget für die Folgejahre bis 2010 vorgesehen, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“.
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Suche nach Kapital RosGosStrach ist in Russland der Marktführer. Im Jahr 2006 betrug der Marktanteil fast 30 Prozent, das Volumen der Versicherungsprämien belief sich auf knapp eine halbe Milliarde Euro.
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RosGosStrach ist aus dem sowjetischen Staatsunternehmen GosStrach hervorgegangen, das bereits im Jahr 1921 gegründet wurde. Der Konzern unterhält heute 76 Filialen landesweit und fast dreitausend Unterabteilungen. Mehr als 97.000 Menschen arbeiten für Russlands größten Versicherer. Bis heute hält der russische Staat die Sperrminorität von 25 Prozent plus vier Aktien. Die restlichen 75 Prozent der Aktien gehörden den Brüdern Sergej und Danil Chatschaturow.
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Danil Chatschaturow, zugleich Vorstandsvorsitzender des Konzerns, kommentierte die Pläne des russischen Marktführers: „Wir verstehen die Entscheidung des Staats und freuen uns, das die Frage unseres ungedeckten Kapitals vom Staat erkannt wurde und eine Lösung gesucht wird.“ Laut Chatschaturow hat RosGosStrach den staatlichen Strukturen zwei Vorschläge gemacht:
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Eine öffentliche Ausschüttung mit Beteiligung des Staats oder eine geschlossene Aktien-Zeichnung unter den bereits beteiligten Aktionären.
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