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| Leuchtende Zukunft für Gasprom nach der Sibneft-Übernahme? (Foto: Ballin/.rufo) | |
Freitag, 30.09.2005
Sibneft sucht neuen Direktor, Yukos neuen Eigner
Moskau. Nach der Übernahme von Sibneft durch Gasprom, spekulieren Bösianer auf die nächste „Verstaatlichung“: Rosneft soll an Yukos interessiert sein. Gasprom sucht derweil schon einen neuen Chef für Sibneft.
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Die Übernahme Sibnefts durch den Gasmonopolisten soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Die Suche nach dem Nachfolger von Jewgeni Schwidler, der als enger Freund von Roman Abramowitsch offiziell den Konzern führte, sind in vollem Gange. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ gibt es bislang drei Kandidaten auf den Posten.
Drei Kandidaten mit unterschiedlichem Profil
Kiryll Selesnjow ist mit 31 Jahren der jüngste Topmanager des Gasgiganten. Mit Gasprom-Chef Alexej Miller ist er schon seit der gemeinsamen Zeit im Management des Petersburger Seehafens bekannt. Er leitet die Marketingabteilung und ist für die Gasverarbeitung und -veredelung verantwortlich. Außerdem ist Rjasanow Generaldirektor der Gaspromtochter „Meschregiongas“.
Der zweite Kandidat, Alexander Rjasanow, ist Vize-Vorstandschef bei Gasprom. Miller holte den damaligen Duma-Abgeordneten von „Einheit“ im Jahr 2000 zu Gasprom. Dort kontrolliert Rjasanow inzwischen die Hälfte der Gewinne, ist für die Verarbeitung von Kondensat und Öl (bislang einem Nebenprodukt des Gasproduzenten) und für die Gaslieferungen innerhalb der GUS-Staaten und des Baltikums verantwortlich.
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Als dritter Kandidat ist der Milliardär Alischer Usmanow (Forbes-Schätzung 1,8 Mrd. USD) im Gespräch. Er führt bislang die Gaspromtochter „Gasprominvestholding“, hat daneben aber selbst zahlreiche eigene Geshäfte. Er ist einer der wenigen Top-Manager, die bereits unter Gasprom-Chef Rem Wjachirew an der Spitze des Konzerns waren.
Oder doch ein anderer?
Da Sibneft nach der Übernahme allerdings nur eine minimale Eigenständigkeit besitzen wird, hat der Posten des Direktors ohnehin nur nominelle Bedeutung. Für einen Manager wie Rjasanow wäre diese Aufgabe wohl uninteressant. Daher könnte es sein, dass am Ende ein ganz anderer Kandidat auftaucht. Nach Informationen der „Wedomosti“ ist die Bewerberliste jedenfalls noch nicht geschlossen.
Yukos-Aktien schießen nach Kaufspekulationen in die Höhe
Geschlossen könnte bald das Kapitel Yukos sein. Börsianer glauben an einen baldigen Kauf des einstigen Branchenprimus durch den staatlichen Ölkonzern Rosneft. Die Papiere des inzwischen arg gebeutelten Ölkonzerns schossen am Donnerstag um 40 Prozent in die Höhe. Auch am Freitag setzte sich das rasante Wachstum am Vormittag fort.
Rosneft-Chef Sergej Bogdantschikow schloss eine Übernahme von Yukos allerdings aus. Rosneft fordert von Yukos eine Summe von umgerechnet 6,5 Mrd. Euro. Dies seien Schulden, die der Konzern gegenüber seiner einstigen Tochtergesellschaft Juganskneftegas habe.
Juganskneftegas ging im Dezember letzten Jahres in einer umstrittenen Auktion für gerade einmal sieben Milliarden Euro an die Briefkastenfirma „Baikalfinanzgruppe“, hinter der sich Rosneft verbarg. Übrigens hatte auch damals Rosneft offiziell kein Interesse an Juganskneftegas bekundet.
(ab/.rufo)
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