 |
|
| Produktionsabfälle des geplanten Aluminiumwerks bedrohen die Natur der Komi-Republik (Foto: Greenpeace) | |
Mittwoch, 13.04.2005
Ureinwohner protestieren gegen Aluminium-Werk
Moskau. Ureinwohner vom nordrussischen Komi-Volk haben vor der Moskauer Vertretung der Weltbank gegen den geplanten Bau eines Aluminiumwerks protestiert. Die Weltbank dürfe das Projekt nicht finanzieren.
|
|
Das zum Rohstoff-Konzern SUAL gehörende Unternehmen “Bauxit Timan” plant in der autonomen Komi-Teilrepublik im Norden des europäischen Russland den Ausbau seiner Aluminiumproduktion. In dem neuen Werk sollen nach Angaben der Umweltschutz-Organisation Greenpeace jährlich 6 Millionen Tonnen Bauxit gefördert und zu 1,4 Millionen Tonnen Tonerde und bis zu 500.000 Tonnen Rohaluminium verarbeitet werden.
|
Nach Auffassung der Komi-Aktivisten wird der Bau mit groben Verstößen gegen die russische Gesetzgebung durchgeführt. So gebe es bislang noch kein Umweltgutachten und auch kein offizielles Bauprojekt. Vor Ort hätten aber Bereits die Bauarbeiten für Zufahrtsstraßen und eine neue Brücke begonnen, die zu dem geplanten Werk führen soll.
|
Produktionsabfälle würden die Flüsse Ajuwa und Ischma sowie das Grundwasser der Region verschmutzen, sollte der Betrieb wie geplant fertiggestellt werden. Die Angehörigen des Komi-Volkes leben im Norden der gleichnamigen Republik noch heute von Jagd, Fischfang und Rentierzucht.
|
(epd/kp)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>