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Dienstag, 08.04.2003

Petersburger Gouverneur nach China verbannt ?

St. Petersburg. Das war zu erwarten gewesen. Kaum erklärte der Gouverneur der Nördlichen Hauptstadt, er werde nicht ein drittes Mal für sein Amt kandidieren, fing es in der Gerüchteküche mächtig an zu dampfen. Dass der 58jährige Smolny-Chef sich aus der aktiven Laufbahn aufs frühe Altenteil Richtung Datscha und Enkelbetreuung zurückziehen würde, ist wohl die einzige Variante im großen Zukunfts-Rätselraten rund um Wladimir Jakowlew, die von vornherein als unwahrscheinlich ad acta gelegt wurde. Möglicherweise aber kann Jakowlew seine Stadtverwaltungserfahrungen bald in Peking einsetzen.

Wie die „Nezawissimiaja Gaseta“ heute schreibt, ist die Idee, dem Petersburger Stadtoberhaupt als Vizepremier die daniederliegende russische Kommunalwirtschaft zu überantworten, inzwischen auch schon wieder vom Tisch. Gerade auf diesem Gebiet habe er sich zu Hause in Petersburg nicht gerade von der besten Seite gezeigt. Der desolate Zustand der Stadt kurz vor ihrem großen Geburtstagsfest ist wahrhaft eine ernste Warnung, diesen Job besser jemand anderem zu überlassen.

So dicht an den Hebeln der Macht möchten die Moskauer den ungeliebten Petersburger Kollegen sowieso nicht sehen. Ihn auf einen einfachen und einflusslosen Posten abzuschieben, können sie sich aber auch nicht erlauben (siehe den ausführlichen Hintergrundbericht von aktuell.RU). Da muss das neueste Gerücht über die Zukunft des Herrn Jakowlew in der Volksrepublik China als der goldene Mittelweg erscheinen – möglichst weit weg und zugleich auf einem ehrenvollen Posten. Und alle sind zufrieden.

Mag sein, dass sich im Nachhinein dann auch die Erklärung dafür findet, warum Jakowlew im Februar ganze zwei Wochen durch China reiste, als es in der Stadt politisch drunter und drüber ging (zur Erinnerung: im Stadtparlament stießen die Pro- und Anti-Gouverneurs-Fronten hart aufeinander; die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen gegen einen der Vizegouverneure auf). Vielleicht hat er schon da das Terrain sondiert, auf dem er sich möglicherweise schon bald wird bewegen müssen.

Und als er kurz danach zur Privataudienz in den Kreml gebeten wurde, hat ihm Putin vielleicht schon die diplomatische Karriere im ganz Fernen Osten angeboten. Wie man in einschlägigen Kreisen in Russland sagt: "Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann". Aber bisher, wie gesagt, ist es ja noch ein Gerücht. (sb/.rufo)

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Die zwei Türme: Die goldene Kuppel der Isaaks-Kathedrale und die Nadel der Admiralität markieren weithin sichtbar das Petersburger Stadtzentrum. (foto: ld/rufo)

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